Bad Düben. Im Schulcampus Windmühlenweg in Bad Düben ging am Wochenende das 16. Landeskinderturnfest über die Bühne. Gastgeber war der TV Blau-Gelb 90 Bad Düben. Mit rekordverdächtigen Zahlen. Knapp 400 Mädchen und Jungen aus 21 Sportvereinen nahmen teil.
Zum zweiten Mal waren die Geräteakrobaten des SV Lok Eilenburg dabei. „Wir waren schon einmal in Oschatz. Jetzt wollten wir mal wieder mitfeiern", sagte Christine Schabehorn. Und auch der TV Blau-Gelb 90 Bad Düben ließ es sich trotz Vorbereitungsstress nicht nehmen, mit 44 Vereinskindern anzutreten.
Von Feuerwehrautoziehen mit den Kameraden der Bad Dübener Wehr, Teamspiel mit der Bundespolizeiabteilung, Kistenstapeln, Trampolinspringen über Ballschnipsen, Knallbonbon bis hin zu Seilspringen, Klettern und Hula hoop mussten die Vereine antreten. Kraft war vor allem beim Feuerwehrautoziehen gefragt. 30 Teams kämpften um die Torte von Bäcker Heiko Paetzsch. Die stärkste Truppe war schließlich der Gastgeber selbst. Die Bad Dübener Turnerjungen zogen das Zehn-Tonnen-Gefährt in 20,78 Sekunden über die markierte Strecke. Auf die Plätze kamen die Bad Dübener Turnmädchen vor der Vertretung des TV Frisch-Auf Meißen. Auch im Hochstapeln waren die Gastgeber Spitze. Erste Plätze erkämpften Elisa Groß und Adrian Ulbricht in der AK6, Kristin Brachmann in der AK 9-10 und Christopher Lingner in der AK 12.
Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Riesenfeuerwerk. Zeitig aus den Schlafsäcken hieß es gestern morgen. Bereits um neun Uhr standen die Busse zum Freibad bereit. Doch auch an diesem Tag tröpfelte es immer wieder. Die Laune war deswegen trotzdem Spitze. 21 mehr oder weniger schwimmfähige Wannen ließ die lustige Tüv-Kommission unter der Leitung von Helmut Lingner ins 20 Grad warme Wasser. Doch schon dabei gingen einige baden und kippten mit ihren Wannen schon vor dem Start um. Bevor es zum Wettrennen ging, suchte die Jury die schönste Konstruktion auf dem Wasser. Den Preis heimsten schließlich auch die Bad Dübener ein. Aus vier Ölfässern bauten die Vatis eine schwimmfähige Konstruktion. Auch die Eilenburger Turnerfamilie ging nicht leer aus. Sophie Dreßler und Swantje Schabehorm landeten auf Rang vier. Beim Wettrennen verpassten die Eilenburger und Bad Dübener den Sprung auf das Treppchen. Erst als Dritter schaukelten Romy Mennert und ihr Team vom TV Blau-Gelb 90 ins Ziel. „Es war eine tolle Show, die die Bad Dübener hingelegt haben. Hier würden wir gerne wiederkommen", war Daniel Schädlich aus Falkenstein im Vogtland begeistert.