Bad Düben
Stadt kämpft gegen Trinker-Problem vor Mittelschule
Nico Fliegner
Foto: Volkmar Heinz
Trinker sind das Problem zwischen Ex-Tip-Kaufhalle und Mittelschule.
Bad Düben. Die ehemalige Tip-Kaufhalle im Wohngebiet am Windmühlenweg in Bad Düben vis-a-vis der Mittelschule ist für die Stadt nicht nur optisch ein Problem. Der sich darin befindende Getränkemarkt zieht nahezu täglich Kundschaft an, die vor Ort die eine oder andere Flasche mit Hochprozentigem öffnet – und das meist vor dem Markt, einem öffentlichen Platz, und vor den Augen von Kindern und Jugendlichen. Das ist laut Polizeiverordnung der Stadt zwar verboten, nur hält sich niemand daran.
Eltern haben mitunter ein ungutes Gefühl, wenn ihre Kinder nach Schulschluss über den Platz zwischen Mittelschule und ehemaliger Tip-Kaufhalle laufen. Zu oft hatte es in der Vergangenheit Beleidigungen und Pöbeleien alkoholisierter Männer gegeben – insbesondere gegenüber Schülerinnen im jugendlichen Alter. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) bestätigte diese Vorfälle. Sie habe bereits schriftliche Elternbeschwerden erhalten, erklärte sie unlängst auf einer öffentlichen Informationsrunde.
Eine Lösung des Problems gibt es derzeit nicht. Münster habe des Öfteren versucht, mit dem Betreiber des Getränkehandels ins Gespräch zu kommen – vergebens. Die Bürgermeisterin und das Ordnungsamt sind mittlerweile mit ihrem Latein am Ende und stellen sich schützend vor die eigenen Mitarbeiter, die gegen die Trinker mehrfach vorgegangen waren. Münster setzt auf ein Eingreifen der Polizei.
Mehr dazu in der LVZ Delitzsch-Eilenburg am Dienstag, 16. März.
© LVZ-Online, 15.03.2010, 14:54 Uhr