Bad Düben
Tourismus-Experten treffen sich in Bad Düben
Heike Nyari
Foto: Heike Nyari
Touristiker treffen sich in Bad Düben.
Bad Düben. Die Kurstadt war dieser Tage Anlaufpunkt für Mitarbeiter von Touristeninformationen aus dem Umland, die auf Erfahrungsaustausch waren. Cornelia Richter von der Stadtinformation in Bad Düben stellte ihren Berufskollegen dabei den neuen Kur- und Urlaubskatalog vor. Auf den hinteren Seiten der Publikation präsentieren sich übrigens mehrere Nachbarstädte bis hin zum Wörlitzer Park. „Wir haben unseren Katalog um die Städte Bad Schmiedeberg, Torgau, Kemberg, Gräfenhainichen, Lutherstadt Wittenberg, Leipzig und Prettin erweitert und nun etwas Anständiges, das wir unseren Gästen in die Hand drücken können“, sagte Richter. Sie bestätigte, dass das Druckwerk gefragt sei.
Birgit Paul vom Gästeservice des Eisenmoorbads in Bad Schmiedeberg hatte ebenso Kataloge im Gepäck und präsentierte die neuesten Werbeauftritte der benachbarten Kurstadt. Des Weiteren erwähnte sie neue Arrangements rings um das Kurhotel. „In diesem Jahr bieten wir zu Himmelfahrt ein ganz besonderes Verwöhnpaket für Frauen an“, erzählte sie.
Auch der Naturpark folgt mit seiner neuen Gesundheitsbroschüre aktuellen Trends. Dort findet der Gast Angebote rund um Naturheilverfahren in der Dübener Heide. „Wir sehen dem Frühling hoffnungsvoll entgegen und erwarten bald die ersten Radler auf dem Elberadweg“, sagte Ingrid Hoffmann aus Dommitzsch. In Richtung Marketing ist die Stadt dabei, einen neuen Internetauftritt zu erarbeiten. Das Waldbad öffnet Mitte Mai und der nahe gelegene Campingplatz sei gut ausgelastet.
„Uns geht es wie Dommitzsch, wir liegen ebenfalls am Elberadweg“, sagte Heinz Meißner aus Prettin und erwähnte die Mitteldeutsche Kirchenstraße. Die Stadt öffnet am 1. April ihr Touristenzentrum mit sieben Bungalows, Minigolfanlage, Kegelbahn und Bootsverleih. „Im Juni und August sind wir bereits super ausgebucht“, fügte der Mitarbeiter der Stadtverwaltung hinzu. Es gibt auch Stellplätze für Wohnmobile und Zelte. Verschiedene Wassersportmöglichkeiten stehen außerdem zur Verfügung.
Christine Fehse arbeitet bei der Landesarbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit Sachsen-Anhalt, die vor einem Jahr die Geschäftsräume des ehemaligen Tourismusverbandes übernommen hat. „In Kemberg gibt es ein neues Pflegezentrum, das wiederum zusätzliche Gäste in den Ort zieht“, erklärte Fehse. Allein der Besuch von Angehörigen schlägt sich in erhöhten Übernachtungszahlen nieder. Außerdem sei eine gestiegene Zahl an Busreisen zu verzeichnen. Als positiv habe sich erwiesen, dass die beiden überregionalen Verbindungen Lutherweg und Radweg Berlin-Leipzig durch den Ort führten. Die Kemberger Kirche habe reagiert und öffne das Gotteshaus täglich für Führungen. „
Auch wir bereiten die neue Saison vor und haben zahlreiche Angebote für Gruppen und Einzelreisende vorbereitet“, sagte Anja Bauermeister aus Torgau. In Hinblick auf die Lutherdekade (500 Jahre Reformation im Jahr 2017) wurden zahlreiche Programme in Kooperation mit der evangelischen Kirchgemeinde Torgau um spirituelle Angebote ergänzt. Auch ließ Bauermeister die interessanten Stadtführungen zu unterschiedlicher Themen nicht unerwähnt.
Zweimal im Jahr treffen sich im Rahmen des Städtebundes der Dübener Heide die Mitarbeiter der jeweiligen Tourismus- und Stadtinformationen zum Erfahrungsaustausch. Auch Torgau, Delitzsch und der Naturpark sind mit im Boot. Dabei beraten die Tourismusexperten über die Erarbeitung von Imagebroschüren und Flyer, diskutieren über Messebeteiligungen und Stadtführungen, sprechen größere Veranstaltungen miteinander ab und tauschen Informationsmaterialien über Tourismus und die Dübener Heide aus.
© LVZ-Online, 08.03.2010, 18:56 Uhr