Bad Düben. Der Gewerbeverein der Stadt Bad Düben hat in einem offenen Brief Stellung zum Weihnachtsmarkt bezogen. Danach sei er nicht mehr in der Lage, die Organisation zu übernehmen. Einerseits liege es an der knapp bemessenen Zeit, andererseits an das finanzielle Risiko.
Zudem sei die Zusammenarbeit mit der Stadt „nicht optimal" gewesen. So habe der Verein für 167 Euro eine Anzeige geschaltet und „mit Erstaunen" festgestellt, „dass sich auf der gleichen Seite eine Anzeige der Stadtverwaltung mit fast identischem Inhalt befand. Für das Geld hätten wir einen Chor bezahlen können". Des Weiteren kritisiert er, dass die öffentlichen Toiletten in der Touristinfo geschlossen waren, was Gäste verstimmt hatte. In weiteren Punkten äußert sich der Vorstand zur Parksituation, den umstrittenen Glühweinverkauf und die für den Weihnachtsmann abgegebenen Geschenke Dübener Bürger, bei denen es sich zu 80 Prozent um Müll gehandelt haben soll.
Eigenkritik gibt es aber ebenso: „Wir wissen, dass auch bei uns nicht alles glatt gelaufen ist. Händler sind nicht gekommen. Trotzdem ging die herbe Kritik in der Öffentlichkeit auf uns herab, obwohl wir nicht für alles verantwortlich waren. Genauso, wie von uns immer jemand als Ansprechpartner da war, hätte ein Verantwortlicher der Stadtverwaltung vor Ort sein müssen." Das Fazit: Der Verein wolle sich künftig zwar einbringen, aber nicht mehr den Hut für die Organisation aufhaben. „Wir haben die Auffassung, dass ein Weihnachtsmarkt der Stadt Bad Düben von dieser oder der Kurbetriebsgesellschaft in der Hauptverantwortung getragen werden muss."
Den offenen Brief in vollem Wortlaut finden Sie auf
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