Eine Mitarbeiterin des Jobcenters war zu Gast. Sie informierte über Förderprogramme und Trainingsmaßnahmen für Hartz-IV-Empfängern. „Es ist schwer, derzeit einen guten Maurer zu finden. Auch weil es im Moment einiges zu tun gibt", beschreibt Hager als Bauunternehmer die Lage in seinem Metier. Häufig würde es so laufen, dass gute Leute von anderen Firmen abgeworben werden – mit kürzeren Arbeitswegen und/oder mehr Geld. Hilfsarbeiter dagegen gebe es genug. „Das ist wirklich ein Problem: Es fehlen die Stellen für Leute, die keine Ausbildung haben und nicht ganz so flott sind", meinte der Vereinschef.
Sein 78. Mitglied nahm der Verein am Dienstag auf: Ines Geisler von der Firma Intaro-Werbung in Groitzsch. Für eine 8000-Einwohner-Stadt ist diese Mitgliederanzahl recht stattlich. Die Hälfte von ihnen war bei der Versammlung dabei, wo es neben gegenseitigem Austausch auch um hilfreiche Informationen gehen soll, sagte Hager.
So war Bürgermeister Maik Kunze eingeladen, der über Aktuelles berichtete und den Gewerbetreibenden Rede und Antwort stand. Auch listete ein Experte die Vor- und Nachteile einer privaten Krankenversicherung für Unternehmer auf. Zudem beschlossen die Mitglieder, das 110. Jubiläum der Mittelschule und ein Event des Fußballvereins mit je 200 Euro zu unterstützen.
Im Juli wird es eine gemeinsame Ausfahrt mit dem Gewerbeverein aus Pegau nach Bad Frankenhausen geben. „Wir sollten die Beziehungen zur Nachbarstadt pflegen und intensivieren", meinte der Vorsitzende. Wie berichtet, trafen sich kürzlich die Vorstände beider Gruppierungen. Einen gemeinsamen Verein in naher Zukunft sieht er nicht: „Das steht im Moment nicht zur Debatte." Erst wenn beide Städte irgendwann eine Kommune werden – für den FDP-Mann sei das nur eine Frage der Zeit – würde dies ein Thema sein.