Borna. Es sind die Schlagworte, die hängen bleiben. Neudeutsch oder auf gut Englisch auch Slogan genannt. Um den geht es derzeit auch bei den Köpfen der Bornaer Landesgartenschau-Bewerbung, die derzeit nach der ebenso passenden wie einprägsamen Formulierung suchen, mit der die Bornaer Bemühungen um das sächsische Großereignis den richtigen Nachhall haben. Und auch zahlreiche Bürger haben sich an daran beteiligt.
„Grüne Brücken – blaue Bänder" heißt es in Markkleeberg. Damit will der Mitbewerber von Borna bei den Entscheidern punkten, die am Ende festlegen, wo in fünf Jahren die dann siebte Landesgartenschau stattfindet. Wie der Slogan im größten Leipziger Vorort zustande gekommen ist, bleibt unklar. In Borna jedenfalls haben die Verantwortlichen auf etwas anderes gesetzt.
Auf Vorschläge aus der Bevölkerung, was in jedem Fall einen gewissen Mitnahme-Effekt bedeutet, auch wenn am Ende etwas anderes herauskommen kann. Auf Aufrufe in der LVZ gab es jedenfalls höchst interessante Vorschläge. Zum Beispiel den von Willi Demmin: „Stadt Borna im Wandel von einem Land des Bergbaus in eine blühende Landschaft". Oder von Hardy Heimburger, als Kopf des Schwerhörigenbunds Borna ein Zeitgenosse, der an allem, was in der Stadt passiert, lebhaft und interessiert teilnimmt. Heimburger findet „Borna ist farbenhaft". Damit legt er eine Wortschöpfung vor, die zwar noch nicht im Duden steht, „aber meiner Meinung nach sehr treffend die jetzige Situation und die Zukunft von Borna" beschreibt. Damit, glaubt Heimburger, könnte zum Besuch in der Stadt animiert werden.
Rüdiger Weickhardt schlägt vor: „Von der Braunkohle – zum Wasserparadies". Bärbel Liebau bietet den Slogan „Borna erwacht durch Wasser- und Blütenpracht" an. Kurz und bündig dagegen Heidrun Junge: „Zwibo" sollte es heißen, womit sie Zwiebelborna meint. Ein Hauch von Venedig schwingt bei Lothar Reichenbach mit, der bei seinem Vorschlag womöglich an die Biennale, die aller zwei Jahre stattfindende Kunstausstellung in der italienischen Stadt dachte. „BlütenBornale 2015" heißt es bei ihm.
Peter Finke macht Hoffnung auf de Kreativität der städtischen Mandatsinhaber. Das Angebot des Linken-Stadtrates: „Berg-bau(t)-Natur und Wasser". Auch Wolfgang Fuchs steuert einen Vorschlag bei. Der Mann, bekannt als Sportler wie als Verfasser zahlreicher Borna-typischer Erinnerungen und früher auch freier Mitarbeiter der LVZ, schlägt vor: „2015 Bornanatürlich".
Alles in allem in jedem Fall interessante Vorschläge. Womit sich die Stadt am Ende um die Landesgartenschau bewerben will, soll übrigens bald klar sein.