Borna
Doppelmord von Groitzsch: Bericht über heiße Spur - Staatsanwalt hält sich bedeckt
mro/kh
Foto: Günther Hunger
Die Fahnder suchen nach Hinweisen, was die beiden getöteten jungen Männer auf dem verwilderten Gelände zu tun hatten.
Groitzsch/Leipzig. Im Fall des Doppelmordes von Groitzsch ermittelt die Polizei weiter in alle Richtungen. Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz wollte Berichte über eine heiße Spur nicht bestätigen. Die "Bild"-Zeitung und die "Dresdner Morgenpost" hatten über einen dringend Tatverdächtigen aus der Oberpfalz berichtet. Bei dem Mann soll es sich um den Eigentümer des Grundstücks handeln, auf dem die Morde am vergangenen Sonnabend passiert sind.
„Zu einzelnen Ermittlungsverfahren machen wir aus taktischen Gründen derzeit keine Angaben", sagte Schulz. Der Staatsanwalt erklärte aber, dass am Donnerstag noch niemand beim Richter saß. Soweit es erforderlich sei, würden die Beamten auch über die Landesgrenzen Sachsens hinaus ermitteln. Derweil gehe aber die Spurensuche am Tatort weiter. Das Gelände sei sehr vermüllt, deshalb sei die Arbeit sehr zeitaufwendig.
Weiter geschaltet bleibt laut Schulz das Hinweistelefon. Über die Hotline seien inzwischen 38 Tipps eingegangen. Hinweise können über das kostenlose Telefon 0800 - 664 76 53 an die Soko Schrott weitergeleitet werden.
Die beiden 19 und 23 Jahre alten Männer waren am Samstagabend mit mehreren Schüssen getötet worden. Der Ältere lag schwer verletzt neben einem Ford Fiesta am Bahndamm, der andere war bereits in einer Landwirtschaftshalle ums Leben gekommen.
© LVZ-Online, 02.09.2010, 19:08 Uhr