„Es wird alles bis auf die Bodenplatte abgerissen. Das ist jetzt durch", so Ruhland. Demnächst werde es noch einmal eine Vor-Ort-Begehung geben und danach der genaue Termin für die Bauarbeiten festgelegt. Das alles geschehe „zeitnah".
Seit dem Brand im Januar bemüht sich sein Unternehmen im bayrischen Hauzenberg um den Abriss. Doch zuvor mussten viele Fragen geklärt werden, zum Beispiel was Versicherungsdinge betrifft. Auch war nicht klar, ob eventuell ein Teil der Gebäude stehen bleiben kann.
Die anstehenden Arbeiten seien teuer. Spezialmaschinen kämen zum Einsatz, auch die Entsorgung sei aufwendig. „Aber erst mal ist wichtig, dass dort wieder alles ordentlich aussieht", meinte der Prokurist. Mit Aussagen zur Zukunft des Pegauer Standorts, was einen Neubau betrifft, hält er sich zurück: „Wir haben Planungen, aber Genaues steht noch nicht fest."
Wie berichtet, war das Feuer am 21. Januar gegen 4 Uhr morgens – möglicherweise nach einem Einbruch – in einem Getränkemarkt an der Carsdorfer Straße ausgebrochen und hatte diesen, ein griechisches Restaurant, ein Versicherungsbüro und einen Friseursalon nahezu zerstört. Die Polizei bezifferte den Schaden auf mindestens eine halbe Million Euro. Die Staatsanwaltschaft ermittelte bisher einen Tatverdächtigen, der wegen anderer Delikte in Haft ist. Ob und wann es zum Prozess kommt, ist noch nicht geklärt.
Inzwischen haben alle betroffenen Gewerbetreibenden in der Elsterregion ein neues Domizil gefunden. Der Getränkehandel hat seine Filiale am Martin-Luther-Platz. Der Friseur bezog einen Salon ebenfalls in der Pegauer Innenstadt. Am Dienstag eröffnete die Ergo-Versicherung ihr Büro in der Altenburger Straße in Groitzsch. Und am Sonnabend feiert das griechische Restaurant Eröffnung im Pegauer Ratskeller.