Zedtlitz. 1,3 Millionen Euro schwer ist die Investition, die das Zedtlitzer Unternehmen Rema Tip Top Industrievulkanisation Borna GmbH im Industriepark „Zedtlitzer Dreieck" tätigt. Der Experte für Förderanlagen lässt vom Generalauftragnehmer IBB Stahlbau Pegau eine neue Reparatur- und Fertigungshalle errichten. Dort sollen künftig die Kunststoff- und PVC-Elemente für Förderanlagen gefertigt und repariert werden, die unter anderem in der Papier- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen. Freitag wurde Richtfest gefeiert.
„Freitag, der 13. - für andere ein Pechtag. Uns soll er Glück bringen. Die Investition lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken. Gerade der Kunststoffbereich ist in der Anlagentechnik in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Wir werden dort weiterhin ein Wörtchen mitreden können", sagte Geschäftsführer Jens Grabowski nach dem Richtspruch. Sein Dank galt dem Mutter-Unternehmen, der Rema Tip Top GmbH mit Stammsitz im Raum München, die als Gesellschafter den Bau der 60 Meter langen, 25 Meter breiten und achteinhalb Meter hohen Halle möglich machte. „Ein Vertrauensbeweis für unseren Standort", bedankte sich Grabowski.
Seit 1990 in Borna am Platz hat sich die damals 23 Mann starke Niederlassung einen Namen vor allem im Bergbau gemacht. Grabowski: „Die Mibrag ist noch heute einer unserer Großkunden." Aber das Betätigungsfeld erweitert sich. Nachdem der Service für Förderanlagen und Schüttgüter im Bergbau lange Zeit Hauptschwerpunkt der Industrievulkanisateure war, wuchsen mit der Zeit die Aufträge anderer Bereiche. Förderbänder, Gurte, Rolltreppen-Handläufe, Gummierungen, Kunststoffbänder - die Branche wächst. In Zedtlitz verarbeiten mittlerweile 53 Mitarbeiter das Rohmaterial. 100 Mitarbeiter sind es in vier Niederlassungen bundesweit. In Berlin investierte Tip Top voir drei Jahren 2,8 Millionen Euro in einen Neubau.
Das geschäftliche Territorium der Bornaer Vulkanisateure konzentriert sich im Wesentlichen auf die neuen Bundesländer. Aber auch international werden Aufträge erledigt. „Chile, Schweiz, Kosovo und Russland sind Länder, in denen wir aktiv sind", so Grabowski.
Der Hallenbau in Zedtlitz entspricht den Entwicklungen am Markt. „Der wächst und wir mit", erklärt der Geschäftsführer die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Demnächst sollen weitere Konstruktionsmechaniker im „Zedtlitzer Dreieck" ausgebildet werden.
Dann wird die 1500 Quadratmeter große Halle, die aus 85 Tonnen Stahl gebaut wird, schon stehen. Anfang März war Spatenstich - Ende Juli ist Fertigstellungstermin. Bei der Realisierung wirken ausschließlich Firmen aus der Region mit. Montiert wird die Konstruktion, die bei IBB Pegau geplant und gefertigt wurde, von den Stahlmonteuren der SBM Plauen, wie der Bauleiter des Auftragnehmers, Günter Hochstein, berichtete.