Borna
Letzte Zensus-Runde
Borna. In ihre letzte Runde geht in den nächsten Tagen die „Zensus 2011" genannte Volkszählung. Die „Befragung zur Klärung von Unstimmigkeiten" steht noch aus, teilte Rico Schulze, der stellvertretende Leiter der örtlichen Erhebungsstelle Borna mit. Deshalb seien die Zensus-Interviewer ein letztes Mal in der Region unterwegs.
Sie suchen laut Schulze ausschließlich Anschriften in Kommunen mit weniger als 10 000 Einwohnern auf. Im Gebiet der Erhebungsstelle Borna sind das Deutzen, Regis-Breitingen, Elstertrebnitz, Groitzsch, Neukieritzsch, Kitzscher, Bad Lausick, Geithain, Narsdorf, Kohren-Sahlis, Colditz, Mutzschen sowie die ehemaligen Gemeinden Zschadraß, Großbothen und Thümmlitzwalde. Alles in allem betreffe es 490 Anschriften mit rund 1600 Personen, informierte Schulze. Für die anderen Kommunen im Bornaer Land ist die Erhebungsstelle Markkleeberg zuständig, auch dort gehen die Interviewer noch einmal in die Spur.
Befragt würden Haushalte, so Schulze, bei denen sich Unstimmigkeiten zwischen den Ergebnissen der Gebäude- und Wohnungszählung und den Informationen aus den Einwohnermelderegistern ergeben haben. Nun müsse der ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte feststellen, welche Personen zum Zensus-Stichtag 9. Mai 2011 an der jeweiligen Anschrift wohnten. Schulze: „Die Interviewer kündigen sich vor dem Befragungstermin schriftlich an. Die Befragung selbst erfolgt durch ein persönliches Kurzinterview." Dabei würden wenige Angaben erfragt: Name, Anschrift, Geschlecht, Alter, Familienstand, Wohnungsstatus (Haupt- oder Nebenwohnsitz), Anzahl der Personen in der Wohnung und die Staatsangehörigkeit. Die Befragten müssten maximal neun Fragen beantworten, es bestehe eine gesetzliche Auskunftspflicht.
Laut Schulze ist diese abschließende Befragung ein fester Bestandteil des Zensus-Konzepts und für die korrekte Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahlen erforderlich.
Ähnlich wie bei der Haushaltebefragung im vorigen Jahr hoffe die Bornaer Erhebungsstelle auf einen zügigen Rücklauf der Fragebogen, so Schulze. „Damals stießen die Interviewer auf überwiegend positive Reaktionen."
© LVZ-Online, 22.02.2012, 18:25 Uhr