20.06.2013 03:44 Uhr
 

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LVZ-Aktion: Sachsen helfen Sachsen

 
Die LVZ startet für Flutopfer die Spendenaktion "Sachsen helfen Sachsen". Foto: dpa Sachsen erlebt die schlimmste Hochwasserkatastrophe seit dem Sommer 2002. Die Leipziger Volkszeitung ruft deshalb auf, den Flutopfern zu helfen und hat ein Spendenkonto eingerichtet. Mehr zur Aktion .
 

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Pilgerweg "Via Porphyria" offiziell eingeweiht

Der Pilgerweg "Via Porphyria" wurde am Sonnabend mit einer Wanderung von Rochlitz nach Wickershain eingeweiht.   Foto: Jens Paul Taubert Der Pilgerweg "Via Porphyria" wurde am Sonnabend mit einer Wanderung von Rochlitz nach Wickershain eingeweiht.
Wickershain. Als erste erreichten am Sonnabendnachmittag gegen 16.20 Uhr Klaus Arnold und Regina Krippna aus Aue die Wickershainer St. Marienkirche. Hochrot im Gesicht, vom Marsch und der Wärme gezeichnet, dennoch sichtlich zufrieden. „Es war klasse. Ein toller und interessanter neuer Pilgerweg“, so Arnold. Ein Stück der „Via Porphyria“ hatten die beiden wie über 60 Mitstreiter an eben diesem 28. April offiziell eingeweiht. Am Ende gab es eine Programmänderung. Denn die Sonne meinte es fast zu gut mit den Pilgern, ließ das geplante Zeitfenster durcheinander geraten. So entschloss man sich angesichts der über dreiviertelstündigen Verspätung kurzfristig, die Tour, die am Morgen am Rochlitzer Rathaus gestartet wurde, in der Wickershainer St. Marienkirche ausklingen zu lassen. Eigentlich sollte das in der anderthalb Kilometer entfernten Nikolaikirche passieren. Doch keiner war darüber böse, zumal Imbiss und musikalische Leckerbissen vorm Auseinandergehen an den neuen Entpunkt verlagert wurden. „Ich bin eigentlich sehr glücklich. So viele Teilnehmer hatte ich nicht erwartet. Stellenweise waren wir fast 70“, strahlte Edgar Joost, der Projektkoordinator und einer der Väter dieses neuen Angebots, mit der Sonne um die Wette. Zudem hatten ihn die Worte von Manfred Grätz, Vize-Landrat von Mittelsachsen und dem Tourismus seit Jahren verbunden, bei der morgendlichen Verabschiedung in Rochlitz in gute Stimmung versetzt: Der stellte eine weitere Förderung des Projekts in Aussicht. Auch Jana Haase bereute nicht, aus Leipzig angerückt zu sein, um sich auf die vorgestrigen 20 Kilometer zu begeben, die vom Ausgangspunkt über den Rochlitzer Berg und Wechselburg nach Wickershain führten. „Ich habe viel unberührte Natur genossen und einen guten Überblick über die am Wege liegenden Kirchen bekommen. Auf jeden Fall werde ich mit der Familie wiederkommen. Und wieder einmal wurde einem klar: Man muss nicht weit weg fahren, um Interessantes zu entdecken“, so ihr Resümee. Mit einem zünftigen Pilgerstab ausgerüstet war auch Geithains Bürgermeisterin Romy Bauer der Weg nicht zu weit. „Ich finde nicht nur die Wegstrecke herrlich, sondern vor allem, dass wir über Kreisgrenzen hinweg ein verbindendes Element schufen. Für ihr Bemühen kann man nur allen danken, die sich bei einbrachten und dafür stark machten“, war ihr wichtig. Nun erwarte und hoffe sie, dass die Wege bald ausgetreten seien, weil sie so intensiv genutzt würden, Auch als Anbindung zum Lutherweg erachte sie das neue Kleinod für wichtig. Für Friedemann Wagner und seine Frau Anett war das Ganzen ein Wiedersehen. „Wir machten schon 2009 bei der Erstbegehung des ,Via Porphyria‘ mit. haben damals den insgesamt 215 Kilometer langen Weg in einer Woche getestet. Etwas verändert hat sich die Streckenführung seither ja. Und wir hatten erstmals so schönes Wetter...“, bekundeten die Lichtenauer. Eine Premiere dagegen war es für Rüdiger Kipping aus Greifenhain. „Ich bin erstmals gepilgert. Hat mir gut gefallen. Mit Mitstreitern des Männerkreises aus Seelitz werden wir nun in den nächsten Tagen die Etappen nach Frankenhain und Frohburg in Angriff nehmen.“ „Wir haben unseren Hausberg, den Rochlitzer Berg, heute mal aus ganz anderer Perspektive kennen gelernt“, so der Geithainer Eberhard Freiberg. „Und es animiert, den Geländewagen mal stehen zu lassen und weitere Strecken per pedes in Angriff zu nehmen.“ Dass es den meisten wohl gefallen habe, freute auch Pfarrer Markus Helbig. „Denn die Erwartungshaltungen waren bestimmt unterschiedlich. Manchen waren es zu viel, anderen zu wenig Kirchen. Doch auch das ist ja der Sinn des Pilgerns, sich auf das einzulassen, was kommt“, ließ er wissen. Für Felicitas (5) und Rosalie (10) Böhm aus Burgstädt jedenfalls war es ein Riesenspaß, auf Eseln des Pfefferkorn-Hofs die Strecke ab Carsdorf zurückzulegen. Dort wurde übrigens ein zusätzlicher Halt eingelegt. Viele freuten sich dabei über die Gebäckstücke einer Burgstädter Bäckerei mit Pilger-enblem. So hatte wohl jeder kleine oder große Freuden, ehe bei Musik von Kantor Janko Bellmann und Pfarrer Johannes Möller wie dem schmackhafte nKesselgulasch der Pfadfinder ein ereignisreicher Tag ausklang.
 
 
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