Borna
Schockraum-CT vorgestellt
Frank Prenzel
Foto: Guenther Hunger
Erläuterungen am CT.
Borna. In gerade Mal 30 Sekunden bildet der neue Computertomograph (CT) einen Zwei-Meter-Mann in 0,6-Millimeter-Scheiben ab. In höchstens 15 Minuten liegt eine verlässliche Hauptdiagnose für einen schwerverletzten Notfallpatienten vor. „Damit liegen wir an der Spitze", sagte am Mittwoch Radiologie-Chefarzt Dr. Markus Biesold bei der prominent besetzten Vorstellung der aus- und umgebauten Notfallstrecke in der Bornaer Heliosklinik. Das Unternehmen hat hier im vorigen Jahr etwa 1,5 Millionen Euro investiert und sich damit innerhalb des noch jungen Traumanetzwerks Westsachsen, das von Torgau bis Plauen reicht, bestens aufgestellt. „Zwischen Leipzig und Chemnitz ist Borna das einzige Traumazentrum", sagte Dr. Walter Knarse, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie, Unfall- und Handchirurgie.
Der CT, der nach Angaben der Klinik zu den leistungsfähigsten und schnellsten Geräten gehört und einen Marktwert von 800000 Euro hat, steht im Bornaer Krankenhaus im neuen Schockraum für Notfallpatienten. „Weltweit gibt es nur vier Hersteller", erläuterte Biesold. Die Klinik habe sich für General Electric entschieden. Der neue CT ist viermal schneller als das bislang genutzte Gerät.
In der Notfallmedizin ist eine schnelle und zuverlässige Diagnose oft lebensrettend. Der Schockraum-CT, der seit Dezember arbeitet, soll die entscheidenden Sekunden für eine erfolgreiche Behandlung der schwer verletzten Menschen gewinnen. Dabei sind die einzelnen Fachabteilungen der Klinik eng verzahnt, um die Verletzten medizinisch optimal zu versorgen. Biesold: „Der Schockraum ist so ausgestattet, dass alle Fachdisziplinen dort arbeiten können."
Mit dem neuen Raum entfällt auch der frühere Transport des Patienten zum CT und damit eine zusätzliche Belastung. Beim Umbau wurde zudem eine durchgehende Notfallstrecke geschaffen.
© LVZ-Online, 08.02.2012, 16:35 Uhr