Borna/Geithain. Auch Wohnungen in Borna, Geithain, Frohburg und Groitzsch haben Beamte der Soko Rex des Landeskriminalamtes Sachsen jetzt im Zusammenhang mit Aktivitäten der rechten Szene durchsucht. Das erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung Tom Bernhardt, Pressesprecher des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA). Die umfangreichen Durchsuchungen von insgesamt 44 Wohnungen und Garagen erfolgten am 12. Januar und betrafen 41 Tatverdächtige in den Bundesländern Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Das in Geithain kursierende Gerücht, auch bei dem parteilosen NPD-Stadtrat Manuel Tripp habe es eine Hausdurchsuchung gegeben, kommentierte Bernhardt mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.
Den 41 Beschuldigten – 40 Männer und eine Frau – wird vorgeworfen, sich im September vermummt an einer nicht genehmigten Demonstration der rechten Szene in Stolpen bei Dresden beteiligt zu haben. Ermittelt wird nun wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.
Betroffen von den Durchsuchungen waren unter anderem auch Wohnungen in Leipzig, Wurzen, Eilenburg sowie im Landkreis Mittelsachsen. Dabei seien mehr als 250 Fackeln und weiße Masken sichergestellt worden, die laut LKA den bei dem Fackelzug in Stolpen verwendeten Gegenständen entsprechen. Auch pyrotechnische Artikel, Schlagringe, rechtsextremes Propagandamaterial sowie Computertechnik beschlagnahmten die Beamten der Soko Rex.
Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahme setze ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Aktionsformen, resümierten Landeskriminalamt und die zuständige Staatsanwaltschaft Dresden nach der Aktion.