BSV-Chef Daniel Salomon zeigte sich gestern „positiv gestimmt". Das Gespräch mit der Rathausspitze vom Tag zuvor sei gut verlaufen, sodass der Verein nunmehr hofft, das umstrittene Gebäude auf dem Sportplatz übernehmen zu können. Der BSV habe der Stadt noch einmal deutlich gemacht, „dass wir das Objekt von der Stadt kostenlos übernehmen wollen". Der Verein erwarte keinerlei Zuschüsse und wolle sich stattdessen um die Erhaltung beziehungsweise Modernisierung des maroden Bauwerks kümmern. Und natürlich, so Salomon weiter, gehe der Verein auch davon aus, dass Arbeiten wie etwa Rasenmähen als Arbeitsstunden gewertet würden, die dann entsprechend mit der Pacht verrechnet würden.
Darüber hinaus könne der BSV auf Unterstützung von Unternehmen zählen, wobei es sich aber weitgehend um eine Art Naturalwirtschaft handeln würde, wenn der Verein auf diese Weise etwa zu einer Heizung oder Armaturen käme. Salomon weiter: „Ich habe ein gutes Gefühl."
Von Gefühlen will Oberbürgermeisterin Luedtke nach der Gesprächsrunde im Beisein des Ältestenrates nicht sprechen. Das letzte Wort habe ohnehin der Stadtrat, wenn vom bisher geplanten Komplettabriss des Gebäudes abgesehen werden soll. „Da muss dann ein neuer Beschluss her." Dass die Sanitärbereiche dann blieben, sei so ja ursprünglich nicht geplant gewesen.
Klarheit soll ein weiteres Gespräch zwischen Vereinsvertretern und Stadtverwaltung Anfang nächster Woche bringen. Sollte dann Einigkeit erzielt werden, hat der Stadtrat abschließend das Wort.