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Delitzsch

Concordia Delitzsch erhält Lizenz für 2. Handball-Bundesliga

Delitzsch. Die Handball-Bundesliga (HBL) erteilte Concordia Delitzsch am Dienstag die Lizenz für die 2. Handball-Bundesliga. „Wir haben dazu noch keine Pressemitteilung verfasst. Ich kann aber bestätigen, dass Concordia Delitzsch die Lizenz erhalten hat“, sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH am Dienstagnachmittag auf Anfrage der LVZ.

Der vereidigte Buchprüfer und Steuerberater Helmut Pütz nahm bereits vor der Lizenz-Verweigerung am 20. Mai ehrenamtlich die Geschicke bei Concordia in seine Hände. Er sprach gestern vom „hellen Wahnsinn“, er sei außer sich vor Freude und sehr glücklich.  Noch am Wochenende habe er eine 15-seitige Unterlage für die HBL erstellt. „Das hat wahrscheinlich dazu geführt, dass der Gutachterausschuss unseren Einspruch akzeptiert hat“, freute sich Pütz. 

Nun müssen die Bürgschaften mit Bankbürgschaften oder Zahlung des Betrages bei der Stadt Delitzsch hinterlegt werden, die dem Verein ein Darlehen in Höhe von 300 000 Euro gibt (wir berichteten). Erst dann reicht die Stadt das Darlehen aus. Pütz gehe davon aus, dass „dieser formale Schritt noch in diesem Monat erfolgt“. Der Notar sei beauftragt, die Termine stehen. Ist das Darlehen ausgereicht, will der Verein fällige Überweisungen tätigen. Den größten Teil der 300 000 Euro bekommen vor allem das Finanzamt und die Berufsgenossenschaft.  Pütz lobte die Berufsgenossenschaft, die momentan einen Erlass der Summe oder sehr kleine Ratenzahlungen prüfe. Mit dem Finanzamt seien ebenso Ratenzahlungen für ausstehende Rechnungen vereinbart. Alles sei in der Finanzplanung enthalten. Diese wiederum sei laut Pütz ein sehr wichtiger Punkt: „Der von mir erstellte Finanzplan  für den Zeitraum Mai 2010 bis Juni 2011 weist Monat für Monat einen Liquiditätsüberschuss aus. Vorausgesetzt, dass die Sponsoren ihre Zusagen einhalten“.

Steht Concordia damit auf finanziell soliden Füßen? „Im Prinzip ja, wir haben vernünftige und vertretbare Voraussetzungen geschaffen. Ich rufe dennoch alle Sponsoren auf, uns weiter zu unterstützen.“ Denn ein Probleme gebe es immer noch. Der Verein schulde den Spielern noch zwei Monatsgehälter. Die Situation sei mit den Spielern abgesprochen. „Das Problem liegt uns seit mehreren Monaten schwer im Magen. Ich gehe davon aus, das ist unser Ziel, dass wir diesen unerträglichen Zustand schnell beseitigen“, so der Finanz-Experte.

Pütz lege Wert darauf, dass er dieses „kleine Wunder“ nicht alleine vollbracht habe. Er nannte stellvertretend für viele Helfer und Unterstützer Landkreis-Kämmerer Kai Emanuel, der im Verein für Nachwuchsarbeit zuständig ist sowie die Unternehmer Steffen Menzel und Ralf Krippner, die sich als Privatpersonen in die Rettungsaktion eingebracht haben.
 
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