Delitzsch. Mit einem Festakt beginn der Delitzscher Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands am Montagabend im Bürgerhaus sein 20-jähriges Bestehen. Die Feier wurde zu einem Bekenntnis für die Demokratie und das Mehrparteiensystem in unserem Land.
Gemeinsam mit Vertretern der anderen politischen Parteien, der Stadtratsfraktionen, der kommunalen Betriebe und Trägern der Wohlfahrtspflege versuchten die Sozialdemokraten an diesem Abend eine Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft zu schlagen. Ortsverbandsvorsitzender Rüdiger Kleinke begrüßte mit dem SPD-Landesvorsitzenden Martin Dulig und Ex-Wirtschaftsminister Thomas Jurk prominente Landespolitiker, die sich jeweils mit Diskussionsbeiträgen einbrachten, sowie mit Landrat Michael Czupalla (CDU) und Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) Verantwortungsträger aus der Region.
Kleinke referierte über die Frage, warum politisches Engagement in unserer Zeit von so grundsätzlicher Bedeutung ist und knüpfte dabei an die Worte des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Willy Brandt an, der 1992 wenige Tage vor seinem Tod sagte: „Nichts kommt von selbst … wenn Gutes bewirkt werden soll.“ Kleinke nannte Augenmaß, Toleranz und Kompromissbereitschaft als drei Dinge, die er „jedem Politiker, aber auch jedem Bürger ins Stammbuch schreiben möchte“.
Siegfried Schönherr, SPD-Stadtratsvorsitzender, hatte zuvor an die zurückliegenden 20 Jahre der SPD-Fraktionsarbeit erinnert und kritisch die Zeit unter dem einstigen Oberbürgermeister Heinz Bieniek (CDU) beleuchtet. Mit Blick in die Zukunft verwies er auf den Zwang, Prioritäten setzen zu müssen. Für die Sozialdemokraten stünden dabei die Kinder obenan
Schönherr wurde anlässlich des Festaktes mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet.
(Mehr zum Festakt lesen Sie in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung vom 17. März)