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30 Mitglieder des 2008 gegründeten Fanfarenzuges Zwochau nahmen Punkt 14 Uhr zwischen diesen und der Mühle Aufstellung. Jasmin Handke dirigierte die von Manuele Teppke geleitete Truppe. Anschließend folgte die kurze offizielle Eröffnung. Zwochaus Bürgermeister Rudolf Ryll (SPD) freute sich über die zahlreichen Gäste und konnte mit Gill Phoebe zudem einen Gast vorstellen, der die am weitesten vorstellbare Anreise hatte. Gemeint war damit die 17-jährige Neuseeländerin Gill Phoebe, die für ein Jahr in Zwochau eine neue Familie auf Zeit gefunden hat.
Landkreis-Wirtschaftsförderin Uta Schladitz nutzte die Gelegenheit, um für den Mühlenverein mächtig Werbung zu machen. Mit Blick auf einige Kinder sagte sie: „Wir brauchen auch bei den Freizeitmüllern Nachwuchs." Außerdem konnte sie neben dem traditionellen Mühlentag am Pfingstmontag auf eine Premiere hinweisen. „Am 6. Mai, so verkündete sie, „wird die erste musikalische Mühlenwanderung starten." Ab 9 Uhr geht es dann auf einer zwölf Kilometer langen Strecke mit Musik um den Grabschützer See und zur Zwochauer Bockwindmühle.
Vor dieser übergaben die Frauen des Vereins Mühlenregion Nordsachsen dann auch noch das Mühlenbrot an die Vertreter von Gemeinde, Landkreis und Mühlenverein Zwochau. „Das Mehl stammt aus der Bad Dübener Stadtmühle Schüßler, gebacken wurde es von Sommerfelds in Tiefensee." Doch nicht nur dieses Brot duftete verführerisch.
Bereits am Sonnabend lockte die Gulaschsuppe, die unter anderem von Marketenderin Barbara Weiß an der Mühle in Hohenroda über offenen Feuer gekocht wurde. „Ich bin zum zehnten Mal und damit von Anfang an bei dem Pikenier-Workshop der Alten Schweden in Hohenroda dabei. Und wir haben auch dieses Mal wieder Glück mit dem Wetter", freute sich die Benndorferin. Insgesamt gaben 50 Pikeniere, Musketiere und Marketenderinnen dem Mühlengelände ein besonderes Flair. Der Alte Schwede und Organisator Hartmut Schöttge: „Es ist immer schön, vor Publikum zu üben." Dabei gilt, für einen Alten Schweden ist man nie zu jung. Der jüngste Teilnehmer der Alten Schweden war der erst siebenmonatige Fabius Krulich, der mit Eltern und zwei Geschwistern dabei war.
Außerdem bot sich reichlich Gelegenheit zum Austausch. Denn auch die Geharnischten aus Torgau schickten wie die Schöppenstädter bei Braunschweig oder die Bad Dürrenberger eine Abordnung. Geübt, gefachsimpelt und gefeiert wurde bis in den Abend. Ein Teil der Gäste übernachtete auf dem Mühlengelände, bevor ein gemeinsames Frühstück den Abschluss bildetete.