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Eilenburg

Caritas-Schüler stellen im Museum aus

 Eilenburg. Danny Schellin singt den Luftbahn-Song von Deichkind: „Wie gut es tut, die Faust zu ballen. Wir fliegen vom Dunklen ins Sonnenlicht.“ Besonders die Kinder bewegen die Lippen und singen mit. Ein Teil der Band der Caritas-Schule macht Musik zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Junge Künstler EB 2010“ im Eilenburger Museum und „ihr habt bestimmt ein paar Fans dazu gewonnen“, stellt dessen Chef Andreas Flegel anerkennend fest. Zudem gelinge es nicht jedem, der will, eine Ausstellung im Museum zu bekommen. „Aber Ihr habt es geschafft“, sagt er den Kindern und Jugendlichen. Denn die jungen Künstler kommen aus der Karl-Neumann-, Caritas-Schule und der Schule Am Bürgergarten. Unterm Dach des Roten Hirschs geht es seit gestern recht bunt zu. Bilder, Keramik und abstrakte Skulpturen sind zu sehen. „Ich freue mich ganz doll. Ich war platt nach einem ersten Rundgang, was Ihr auf die Beine gestellt habt“, erklärt Cornelia Maiwald, Leiterin der Neumann-Schule. „Die Idee, eine Ausstellung der Förderschulen aus der Stadt zu machen, ist nicht neu. Aber was lange währt, wird gut. Und es war, als es ernst wurde, auch keine Überredungskunst nötig, die anderen Schulen ins Boot zu holen.“

Da stehen zum Beispiel in einer Vitrine ganz merkwürdige Gebilde aus Metallteilen. Der Titel: Schrottgott. „Das ist unseres“, zeigt Kevin Müller (13), der in die Bürgergarten-Schule geht, eine der Figuren. „Das Material haben wir von zu Hause mitgebracht. Als ich die alte Fahrradlampe gefunden hatte, wusste ich sofort, dass daraus der Kopf wird.“ Der stellvertretende Bürgermeister Hans Poltersdorf (CDU) steht bewundernd vor der Arbeit von Mandy Wagner. Sachlich wirkt der metallisch scheinendeUntergrund. Davon heben sich die Umrisse eines locker gemalten Hahns ab, dessen Kamm zur Krone geworden ist. „Klasse. Wie ist der gemacht? Mit Lötzinn vielleicht?“ Lehrerin Marion Altmann kann’s erklären: „Das ist Papier. Die Umrisse sind mit Leim gemacht. Darauf kam Acryllack. Mit Schuhkreme entstand der Metalleffekt.“

Wer bei Robert Görlitz (12) und Amelie Scholz (11) nachfragte, bekam bereitwillig, wie bei echten Museumsführern, alles erklärt, was Caritas-Schule in der Schau brachte: „Hier sehen Sie das, was unsere dritten Klassen gemacht haben. Da ging es um die Maschinen der Zukunft. Und diese Vogel-Skulpturen haben die neunten gebaut.“ Dabei haben sie selbst keine Werke zur Schau beigesteuert. „Wir sind noch nicht so lange dabei.“ Ihre Favoriten haben sie unter den Ausstellungsstücken der Neumann-Schüler entdeckt: Amelie findet das Osterei aus Keramik gut und Robert ein Glücksschwein aus Holz und Papier. Das witzige Gesicht imponiert ihm. „Sowas ist ein gutes Silvestergeschenk“, denkt er ganz praktisch.

 
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