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De Maizière: Schließung von Mockrehna „schmerzlich, aber richtig“

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat die geplante Schließung des Munitionslagers im nordsächsischen Mockrehna als „schmerzlich, aber richtig“ bezeichnet.   Foto: dpa Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat die geplante Schließung des Munitionslagers im nordsächsischen Mockrehna als „schmerzlich, aber richtig“ bezeichnet.
Mockrehna. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat die geplante Schließung des Munitionslagers im nordsächsischen Mockrehna als „schmerzlich, aber richtig“ bezeichnet. Der Minister besuchte am Montag den Standort und sprach mit Soldaten, Angestellten und Politikern über die Folgen der Bundeswehrreform. Der Personalrat appellierte an den Minister, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken. Mockrehna ist der einzige Standort in Sachsen, der aufgelöst wird.

Für die 40 zivilen Angestellten und die 5 Soldaten solle nach schonenden Lösungen gesucht werden, sagte de Maizière. Wahrscheinlich wird das Munitionslager 2016 geschlossen. Die endgültige Entscheidung über den Zeitplan der bundesweiten Standortschließungen falle im Juni. Im Herbst 2012 solle jeder betroffene Bundeswehr-Mitarbeiter wissen, ob und wo es für ihn weitergeht.

De Maizière sagte, er bereise derzeit alle Standorte, „die wir bedauerlicherweise schließen müssen“. Mockrehna sei ein traditionsreicher Posten, der schon seit den 1930er Jahren militärisch genutzt wird. In einem Vergleich der bundesweit 16 Munitionsdepots habe Mockrehna jedoch schlechter abgeschnitten als andere. Es fehle an modernen Lagerflächen.

Der Grund für die Schließung von drei der Munitionsdepots sei einfach: „Wenn man weniger Soldaten hat, braucht man auch weniger Munition“, sagte de Maizière. Im Zuge der Reform soll die Bundeswehr um rund 40 000 Soldaten verkleinert werden, 50 000 Dienstposten sind bereits durch die Aussetzung der Wehrpflicht weggefallen.

Der Landrat des Kreises Nordsachsen, Michael Czupalla (CDU), lobte das Vorgehen der Bundeswehr bei der Standortschließung. Die Personalentscheidungen würden beispielhaft vorbereitet. „Die Bundeswehr ist ein konstruktiver Partner. Sie ist hier weder Müller-Brot noch Schlecker.“

Auf dem rund 300 Hektar großen Gelände in Mockrehna lagert in Bunkern aus Stahlbeton Munition für Handwaffen und Artillerie. Die Liegenschaft muss nach dem Abzug der Truppe anderweitig genutzt werden. „Es gibt Hoffnungen für eine Nachnutzung, besser als anderswo in Deutschland“, sagte der Bundesverteidigungsminister. Konkret sei noch nichts. „Es gibt allererste Anfragen.“
 
 
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