Eilenburg. In Bad Düben ruft der Ökobeirat zur Gründung eines Bürgersolarkraftwerkes auf und sucht noch bis zum Freitag Anteilseigner. In Delitzsch wurde die Gründung einer Solargenossenschaft, wie berichtet, vor wenigen Tagen abgesagt. Das Interesse aus der Bürgerschaft war zu gering. In Eilenburg ist die Idee noch nicht vom Tisch.
Bisher laufen Prüfungen innerhalb der Stadtverwaltung, erklärt Heiko Leihe, der Leiter des Oberbürgermeisterbereichs. Die Dächer auf dem Bürgerhaus und auf der Schwimmhalle kämen für ein solches Projekt in Betracht.
Da sei Erstens die Eignung der Flächen zu untersuchen: Sie seien zwar groß, doch sie sind auch mit diversen technischen Einrichtungen vom Blitzableiter bis hin zur Lüftungsanlage bestückt. Die Statik ist wichtig: Hält das Dach einer zusätzlichen Belastung überhaupt stand? Zudem handelt es sich um Flachdächer. Damit würden extra Aufwendungen für die schräg zu installierenden Solarmodule nötig, die das ganze unwirtschaftlich machen könnten.
Zweitens seien neben den geeigneten Flächen auch die technischen Voraussetzung zur Einspeisung nötig. Die anliegenden Netze müssen den gelieferten Strom aufnehmen können. In dieser Hinsicht hätten die Eilenburger Stadtwerke aber schon grünes Licht gegeben.
„Wir lassen uns erst einmal von den Delitzscher Erfahrungen nicht abschrecken. Wenn sich abzeichnet, dass aus der Idee etwas werden könnte, soll das Thema des Immobilienforums im Mai sein“, berichtet Leihe.
Mehe lesen Sie dazu in der Kreiszeitung am 17. März, Seite 21.