KARTE

 
Karte regional DELITZSCH EILENBURG SCHKEUDITZ BAD DÜBEN TAUCHA WURZEN GRIMMA GEITHAIN BORNA MARKKLEEBERG MARKRANSTÄDT Löbnitz Krostitz Rackwitz Jesewitz Zschepplin Laußig Mockrehna Falkenhain Bennewitz Brandis Nerchau Naunhof Colditz Bad Lausick Frohburg Kohren-Sahlis Groitzsch Rötha Böhlen Großpösna Zwenkau Neukyhna Doberschütz Pegau Regis-Breitingen Kitzscher Mutzschen Trebsen
 

Wettervorhersage

 

Wetter für Eilenburg

Im Wetter-Special von LVZ-Online finden Sie ab sofort detaillierte meteorologische Vorhersagen für die Woche für Eilenburg und Umgebung!
 

Ansprechpartner

 

Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung



Redaktionsleiter
Frank Pfütze

Telefon:  034202 3850-18
Telefax:  034202 3850-19
E-Mail:    kreiszeitung@lvz.de



Regionalverlagsleiterin
Kerstin Friedrich

Telefon:  034202 3850-31
Telefax:  034202 3850-40
E-Mail:    kreiszeitung@lvz.de

 

Fasching

 

Die Narren sind los!

Die besten Kostümfeten in und um Leipzig, die lustigsten Faschingsfotos und aktuelle Narren-News gibts im Faschingsportal.
...hier klicken!
 

E-Paper

 

Ihre Kreiszeitung online lesen


Neuigkeiten aus Eilenburg lesen Sie in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung sowie im E-Paper-Angebot. Abonnenten haben hier Zugriff auf 3 weitere LVZ-Ausgaben.
 

VIDEOCENTER

alle Videos
 

 

Rund.Blick.Delitzsch

 

Schaufenster Region

 

Unternehmen präsentieren sich

Unternehmen aus der Region präsentieren sich als Werbepartner von LVZ-Online im "Schaufenster Region" per Text, Foto und teilweise auch per Video und Panoramafotos.

Bellmann Immobilien
Bunte Bühne Biesen
Eiscafé und Bar Di Lago  
Fa. Schröter Fensterbau und Stahlbau
Gardinenkonfektion Gottwald
Kfz-Werkstatt Böge GmbH      
Kirchner Solar Group
Mobile Tierarztpraxis Friederike Böge
Tourismusportal Nordsachsen
Volkshochschule Leipziger Land
Werkstatt des Vertrauens
Yacht Teccon  
 

OOPS - DIE FEHLERBOX

 

Ihre Meinung ist uns wichtig

Sollten Sie einen Fehler gefunden oder eine Anmerkung für uns haben, sind wir dankbar für alle Hinweise. Schicken Sie uns eine E-Mail an region@lvz-online.de .
 
Eilenburg

Kinderheim im Rackwitzer Ortsteil Biesen: Schläge mit der Eisenstange

Biesen. Er war sieben Jahre alt, als er zum ersten Mal dieses Haus betrat. Seine Mutter habe ihn hingegeben, weil er angeblich schwer erziehbar gewesen sei, erinnert sich der gebürtige Eilenburger. Heute ist er 43, lebt in Leipzig und erinnert sich nur ungern an die Zeit im Kinderheim im Rackwitzer Ortsteil Biesen. Und doch sind die Eindrücke von damals immer wieder gegenwärtig – erst recht in diesen Tagen, da so viele ehemalige Heimkinder ihre Erlebnisse schildern.

„Ich war zwar damals noch recht jung und vieles ist seitdem verblasst, aber manche Erinnerung bleibt, die kriegt man nicht weg“, sagt der Betroffene gestern im Gespräch mit der Kreiszeitung. Er wolle anonym bleiben, doch er habe endlich den Mut gefasst, seinem Herzen Luft zu machen.

Die Zeit, die den Ex-Eilenburger nach wie vor belastet, sind die Jahre 1973 und 1974. „Ich habe das Gesicht des Erziehers noch vor mir, der mich und andere Kinder regelmäßig mit der Eisenstange geschlagen hat. Immer wieder wurden wir auch unter die Dusche gezogen und eiskalt abgespritzt.“ Körperliche Misshandlungen, an denen sich gleich mehrere Erzieher und auch Erzieherinnen beteiligt hätten. An sexuellen Missbrauch kann sich der 43-Jährige allerdings nicht erinnern. „Die anderen Vorfälle waren schlimm genug. Ich bin heute noch wütend, dass der damalige Staat das zugelassen und weggeschaut hat.“

Das Kinder- und Jugendheim in Biesen ist weiterhin in Betrieb. Von den Erziehern aus DDR-Zeiten sei jedoch keiner mehr da, berichtet die heutige Leiterin Andrea Fiedler auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Haus befindet sich seit Mitte der 90er-Jahre in Trägerschaft des Volkssolidarität-Kreisverbandes.

„Was vor der Wende hier möglicherweise passiert ist, ist mir nicht bekannt“, sagt Andrea Fiedler. Die Schilderungen des Opfers beschäftigen sie dennoch. „Ich kann nur jedem, der negative Erfahrungen gemacht hat, ein offenes Gespräch anbieten. Und zeigen, dass inzwischen vieles anders läuft.“

Die Heimleiterin glaubt allerdings nicht, dass die Erlebnisse durchweg schlecht waren. 2008 habe es vor Ort ein Ehemaligentreffen gegeben, initiiert und organisiert von einstigen Heimbewohnern. „Sie sind wiedergekommen, wollten teilweise sogar noch einmal hier übernachten. Das ist ein gutes Zeichen.“
 
Kommentar schreiben
Vorname Name *

Ihr Kommentar (mindestens 20 Zeichen)*

  Ich habe die Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

* Pflichtfelder, bitte ausfüllen