Eilenburg
Roland Märtz gewinnt Bürgermeisterwahl in Doberschütz
Heike Liesaus
Foto: Manfred Lüttich
Roland Märtz kann sich über seinen erneuten Wahlsieg freuen.
Doberschütz. Kurz nach 19 Uhr waren gestern auch die Stimmen der
Briefwähler ausgezählt und das Votum der Doberschützer in Sachen
Bürgermeisteramt stand fest. 83,25 Prozent für den bisherigen Inhaber
Roland Märtz (CDU) und 16,75 Prozent für Herausforderin Kathrin
Niedermanner, die für die Sozialdemokraten ins Rennen gegangen war.
2162
gültige Stimmen wurden insgesamt abgegeben. Die Beteiligung der 3750
Wahlberechtigten in der Gemeinde Doberschütz lag damit bei 58,79
Prozent. Das war etwas weniger, als Märtz erwartet hatte. Sein Tipp lag
bei 60 bis 70 Prozent. Aber er zeigte sich trotzdem zufrieden. „Das
tolle Wetter war sicher nicht daran schuld, dass wir knapp darunter
blieben.“ Noch gegen 16 Uhr hätte die Beteiligung in den acht
Wahllokalen, die er alle besuchte, um sich zu informieren, bei etwa 50
Prozent gelegen.
„Ich denke, es wird schon von den Bürgern
honoriert, wenn man mit offenem Herzen und ehrlich durch die Welt geht.
Das ist sicher ein gewisser Dank für die geleistete Arbeit“, freute
sich Märtz über den Wahlausgang. Denn der 50-Jährige erlebte eine
Bürgermeisterwahl zum fünften Mal als Kandidat. Er amtierte einmal
haupt- und einmal ehrenamtlich in Wöllnau, trat zum dritten Mal in
Doberschütz an. „Und ich sehe das auch als gewissen Vertrauensvorschuss
für die kommenden sieben Jahre.“ Dabei wisse er die Gemeinde inzwischen
in einem relativ ruhigen wirtschaftlichen Fahrwasser.
Kathrin
Niedermanner zeigte sich als faire Verliererin. Sie war beim Anruf der
Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung bereits unterwegs, um Märtz zu
gratulieren. Denn der feierte, nachdem alle Stimmen gezählt waren, im
Haus der Gemeindeverwaltung, wie angekündigt, die von Sieg oder
Niederlage unabhängige Wahlparty „mit Sekt, Bier, Brötchen und etwas
Gemüse“. „Als Sportlerin kann ich damit umgehen. Ich will alles Gute
für die nächste Amtszeit wünschen“, sagte Niedermanner. „Die Leute
wissen, was sie an ihm haben. Er hat gute Arbeit geleistet“, wertete
sie das Ergebnis. „Möglicherweise wären noch Punkte drin gewesen, wenn
mehr Zeit geblieben wäre, Wahlplakate anzubringen oder eine Versammlung
abzuhalten. Der Entschluss anzutreten, fiel dafür zu spät. Aber in
Endeffekt hätte das nichts geändert. Wichtig ist mir: Man kann nicht
meckern, wenn man nichts macht.“
© LVZ-Online, 08.03.2010, 10:55 Uhr