Eilenburg
Trotz Bergrecht: Straße bleibt
Karin Rieck
Foto: Karin Rieck
Fördertechnik, Kies- und Sandhügel sowie Gewässer prägen das Bild links und rechts der B 87 bei Doberschütz und Sprotta.
Eilenburg/Sprotta. Die Heinrich Niemeier GmbH & Co. KG, die mit 18 Standorten in den Bereichen Produktion und Verarbeitung von Baustoffen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie Sachsen präsent ist, will den Abbau von Kies im Bereich Eilenburg/Sprotta-West erweitern. Der Rahmenbetriebsplan, war dieser Tage von Diplom-Bergbauingenieur Michael Pieper, der im Unternehmen für die Betriebsplanung zuständig ist, zu erfahren, sei insgesamt auf 30 Jahre ausgelegt. Wie berichtet, ist geplant, die zurzeit rund 150 Hektar umfassende Grube mit dem Kiessee auf zirka 300 Hektar zu erweitern. Gegenstand eines Planfeststellungsverfahrens im Rahmen des mit dem Sächsischen Oberbergamt abgestimmten Betriebsplanes seien zurzeit
120 Hektar Erweiterungsfläche auf der anderen, der nordwestlichen Seite der Ortsverbindungsstraße von Eilenburg nach Sprotta. „Wir wollen über die Straße eine Förderbrücke errichten", erklärt Pieper, was bedeute, die Trasse bleibe bestehen, obwohl sie dem Bergrecht unterliege. Damit würden Anlagen wie die Waage oder das Schienennetz – Transporte erfolgen vor allem über den Bahnbetrieb – auch künftig den bisher gewohnten Umfang nicht überschreiten, versicherte der leitende Niemeier-Mitarbeiter. „Nur einen Bagger wird es auf der anderen Straßenseite geben." Mehr im Lokalteil
© LVZ-Online, 03.05.2012, 10:00 Uhr