Frauendorf. Die Frauendorfer feiern sehr gern und ausgiebig. Viele Einwohner und Bürger der Umgebung haben daran ihren Spaß, kommen immer wieder gern. Doch solche Events bedürfen einer langfristigen und umfangreichen Vorbereitung. Seit nunmehr fünf Jahren verschreibt sich der Verein „Pro Frauendorf“ dieser Aufgabe.
Acht Bürger sind es, die in diesem eingetragenen Verein von Anfang an mitmischen und sich auf die Fahnen geschrieben haben, dass auch weiterhin in diesem Frohburger Ortsteil mehrfach im Jahr kulturell etwas losgemacht wird. Gerade erst fand wieder ein gemeinsames Weihnachtsbaumverbrennen statt. Im Sommer steht das Vereinsfest an, im Herbst dann ein Oktoberfest. Ohne die zwei Frauen und sechs Männer des Vereins sähe es inzwischen wahrscheinlich sehr trostlos um diese geselligen Zusammenkünfte aus. Denn die in Frauendorf nach der Wende zur Tradition gewordenen jährliche Vereinsfeste dürfte es dann kaum noch geben. Lediglich der Schützenverein des Ortes mischt dabei noch aktiv mit, macht auch sonst noch einiges im Ort los, beispielsweise das Maibaumsetzen.. „Doch der Kreis jener, die sich dafür seit vielen Jahren seitens der Vereine als Organisatoren engagierten, wurde vor fünf Jahren immer kleiner“, so der Vereinsvorsitzende Andreas Beier. Die einst rührige Feuerwehr gibt es nicht mehr. Die Mitglieder des ortsansässigen Geflügel- wie auch Gartenvereins sind nicht jünger geworden. Da ist es gut, dass sich einige derer, die schon zuvor viele Jahre im Festkomitee mitmischten, aufrafften, um die Sache zu bewahren und in geordnete Bahnen zu lenken.
Sie hatten beim damaligen 12. Vereinsfest erstmals die Regie übernommen. Dieses Fest wird auch in diesem Jahr auf der Festwiese wieder steigen, zum nunmehr 18. Mal – und zwar am ersten Juliwochenende. Die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf vollen Touren. „Allerdings hätten wir ohne die Unterstützung vieler freiwilliger Helfer gar nichts bewegen können. Viele sind immer bereit mit zu tun - ob beim Kuchenbacken, Zeltauf- und -abbau oder vielen anderen Dingen“, weiß und schätzt Vereinsmitglied Helga Kowalczyk. Dennoch bringt das Wirken nicht nur Freude mit sich, drücken die Vereinsmitglieder – alle im Alter von 40 an aufwärts – auch Sorgen. Udo Kufs: „So langsam müssten sich mal ein paar Mitstreiter aus jüngeren Jahrgängen finden, die bei uns mitmischen wollen, später mal den Staffelstab übernehmen könnten. Zuwachs ist jedenfalls immer gern gesehen.“
Dass im eigenen Ortsteil durchaus Potenzial da ist, zeigt die „Frauendorfer Showbühne“, die in diesem Jahr auf ihr zehnjähriges Bestehen verweisen kann. Dort sind etwa 20 Leute engagiert dabei, um ihren Mitbürgern und Gästen zu den Vereinsfesten humorvolle Programme zu bieten. „Zuvor hatten wir ja immer auswärtige Akteure eingeladen. Bis wir dann mal meinten, dass wir so etwas doch eigentlich auch allein auf die Beine stellen könnten“, erinnert sich Vereinsmitglied Steffen Benndorf an die Anfänge. Die Besucher dürfen sich jedenfalls schon jetzt auf ein „Best-of-Programm“ der Showbühnen-Akteure zu deren Jubiläum in diesem Jahr freuen.
Noch treffen sich die Mitglieder von „Pro Frauendorf“ monatlich. „Doch wenn das Fest näher rückt, gehen wir zum 14-Tage-Rhythmus über“, informiert Kerstin Kuhfs. Und das Kribbeln, ob denn auch alles klappen und das Wetter mitspielen werde, wird sich auch in diesem Jahr wieder einstellen, ist sie gewiss.