Großpösna. Bald kommen die ersten Güter für den Aufbau des für August geplanten Highfield-Festivals. Damit die nicht im Nirwana landen, benötigt Großpösna eine Lieferadresse und einen Namen für die rund einen Kilometer lange Erschließungsstraße auf der Magdeborner Halbinsel. Eine Übergangslösung suchte am Montag der Gemeinderat.
Vorberaten worden war im Technischen Ausschuss „Zum Dispatcherturm“, wie Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch erläuterte. „Ich finde die Bezeichnung nicht optimal“, äußerte dagegen ein Gemeinderat und begründete sein Unbehagen mit unangenehmen Erinnerungen an die Folgen des Bergbaus zu DDR-Zeiten. Die Straße hatte in Magdeborn die Bezeichnung F 95, erwähnte ein anderer, der sich eher für den damals verwendeten Namen erwärmen konnte. In der Diskussion machte „Alte F 95“ schließlich das Rennen. Nach einem Probelauf, der ein klares Meinungsbild widerspiegelte, stimmten zehn Abgeordnete mit Ja, drei mit Nein und drei enthielten sich des Votums. In den nächsten Jahren werde es aber eine Umbenennung geben, kündigte Bauamtsleiter Detlef Richter an.
Lantzsch gab den Gemeinderäten die Hausaufgabe mit auf den Weg, sich besonders schöne Straßennamen für die Verbindungen, die am Störmthaler See schon demnächst oder erst in geraumer Zeit entstehen, auszudenken.
Den Zuschlag für die Rohbauarbeiten des Feuerwehrneubaus mit einem Volumen von rund 208 000 Euro erhielt die Firma Lechner Bau GmbH aus Grimma.