Markkleeberg. Ab 9. April müssen sich Autofahrer in Markkleeberg auf erhebliche Einschränkungen im Straßenverkehr einstellen. Im Zuge der netzergänzenden Maßnahmen beginnt die Deutsche Bahn (DB) mit der Erneuerung der Brücken in der Rathaus- und der Zöbigkerstraße. Die beiden innerstädtischen Ost-West-Querungen sind bis zum 4. August nur für Fußgänger und Radfahrer passierbar. Im Auftrag des Bauherrn stellte Hanno Mernitz von der B.A.S. Verkehrstechnik AG dem Stadtrat am Mittwochabend im Großen Lindensaal die Umleitungskonzeption vor.
Die erste Überraschung: Entgegen der ursprünglichen Pläne wird es an der Kreuzung Seenallee/Hauptstraße keinen temporären Kreisverkehr geben. Stattdessen vertraut die B.A.S.-Niederlassung Leipzig auf eine videoüberwachte Signalanlage. Die wird so geschalten sein, dass der Verkehr auf der Seenallee von einem „Dauergrün“ profitiert, die Fahrzeuge auf der Hauptstraße derweil nur auf Anforderung freie Fahrt bekommen.
Gegen den Kreisverkehr hätten vier Gründe gesprochen, erklärte Mernitz. Der erste: „Wir haben zu wenig Platz, um Fußgänger und Radfahrer sicher über die Kreuzung zu leiten.“ Das gleiche gelte für den Schwerlastverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr. „Der Radius ist einfach zu eng für die benötigten Schleppkurven“, so Mernitz. Das wohl größte Problem: Kreisverkehre erlauben einen hohen Durchlass. Doch in diesem Fall würden die Fahrzeugströme an den nahe gelegenen Ampeln auf der B 2-Brücke und an der Kreuzung Seenallee/Städtelner Straße ausgebremst. „Rückstaus wären vorprogrammiert“, so Mernitz. Da die Seenallee für Rettungsfahrzeuge zudem die einzige innerstädtische Trasse in Richtung Wachau sei, hätten Polizei und andere Fachleute dringend vom Kreisverkehr abgeraten. „Eine Signalanlage hat den entscheidenden Vorteil, sie räumt die Kreuzung immer wieder frei“, sagte Mernitz.
Den kompletten Beitrag finden Sie am Freitag in der Leipziger Volkszeitung.