Markkleeberg
Markkleebergs Grüne kritisieren Verfahren zur Schiffbarkeit
Ulrike Witt
Markkleeberg/Leipzig. Die Grünen kritisieren das aktuell bei der Landesdirektion Leipzig laufende Verfahren zur Schiffbarkeit. „Wir unterstützen die Einwendungen von Bürgern, Kanuten und Umweltverbänden“, erklärt Joachim Schruth, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Markkleeberger Stadtrat. Aus Sicht des Artenschutzes und im Hinblick auf die Naherholung sei das Vorhaben, den Wasserweg vom Elstermühlgraben über die Pleiße und den Floßgraben zum Cospudener See für die Fahrgastschifffahrt und den motorgetriebenen Sportbootverkehr freizugeben, problematisch, wenn nicht sogar verantwortungslos, so Schruth. Letztlich würden nur die Interessen einer Klientel zu Lasten wertvoller Natur und Erholungssuchender bedient. „Der Leipziger Auwald ist ein europaweit einzigartiges Juwel mit zahlreichen geschützten Arten“, so Schruth. Maximal das Leipzig-Boot sollte daher zugelassen werden. Für rechtlich bedenklich hält Schruth, dass die Landesdirektion Antragsteller und verfahrensführende Behörde in einem ist. „Es gibt genug Beispiele, wo eine touristische Entwicklung ohne Motorbootverkehr hervorragend funktioniert“, meint Schruth. Dies sollte der Orientierungsmaßstab sein.
© LVZ-Online, 05.05.2010, 17:57 Uhr