Markkleeberg
„Perfekte Verbindung von Stadt und See“
Ulrike Witt
Foto: André Kempner
Symbolisch: Gesine Sommer und Holger Schulz enthüllen die erste Informationstafel des Naturlehrpfades im Zwenkauer Eichholz.
Zwenkau. Der launige April hatte gestern Vormittag ein Einsehen und schenkte den Teilnehmern der traditionellen Zwenkauer Frühjahrswanderung strahlenden Sonnenschein. Schließlich gab es auch etwas zu feiern: die Eröffnung des ersten Naturlehrpfades im Eichholz.
„Der Naturlehrpfad ist mit seinen zehn Informationstafeln die perfekte Verbindung von Stadt und See“, erklärte Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Umringt von zahlreichen Wanderern lobte er an der Eingangstafel unweit des Waldbades die gute Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Staatsbetrieb Sachsenforst, Heimatverein, Ökostation Borna-Birkenhain, Isip-Weiterbildungsgesellschaft, Jobcenter Leipziger Land und nicht zuletzt den Grünen Ring Leipzig für die finanzielle Unterstützung. „Es ist ein wunderbares Projekt, in das sich viele mit ihren Ideen, ihrem Fachwissen und ihrem Engagement eingebracht haben. Und es ist der Beginn für eine ganze Reihe von Maßnahmen. Denn wir möchten die Wander- und Radwege in und um Zwenkau insgesamt attraktiver gestalten“, so der Rathauschef.
Das gefiel nicht nur den Zwenkauern und ihren Gästen, sondern auch Kreis-Entwicklerin Gesine Sommer. Sie vertrat den Vorsitzenden des Grünen Rings, Leipzigs Bürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). „Der Grüne Ring leistet seinen Beitrag zur Entwicklung unserer Region. Die Förderung von Schlüsselprojekten wie der Zwenkauer See und die Neue Harth liegt uns am Herzen.“ In den Naturlehrpfad Zwenkauer Eichholz hat der Grüne Ring im vergangenen Jahr im Grunde sogar doppelt investiert: Zu den 1500 Euro, die in die Gestaltung und Herstellung der Tafeln flossen, kommen noch die Mittel für die Einrichtung des Aussichtspunktes Eythra, der bereits im März 2011 übergeben worden war und nun das Ziel am See markiert.
Als geradezu beispielhaft bezeichnete Forstdirektor Andreas Padberg den Naturlehrpfad. „Was wir hier sehen, ist eine sehr gelungene Umsetzung. Die Informationstafeln, die nach den neuen Layout-Vorgaben des Freistaates angefertigt wurden, heben sich wohltuend von kommerziellen Angeboten ab. Sie sind individuell auf das Eichholz abgestimmt, wissenschaftlich aktuell wie man an der Einarbeitung des Eschentriebsterbens sehen kann und zudem von hoher grafischer Qualität“, betonte Padberg, der von Revierförster Carsten Pitsch begleitet wurde. Die Forstleute wünschen sich wie alle, die an dem Projekt beteiligt waren, dass Naturfreunde möglichst lange Freude daran haben können. Ein Blick auf den „Wald-Knigge“, der auf den Tafeln Tipps für Besucher gibt, kann daher nichts schaden.
Während die Wanderer noch den Naturlehrpfad studierten, liefen am Ziel der diesjährigen Frühjahrswanderung in Zitzschen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Ort feiert nächstes Jahr im Juni sein 800-jähriges Bestehen und macht sich geburtstagsfein. So konnten die Gäste im Saal die ersten Ausschnitte der Jubiläumschronik anschauen und in der im Herbst sanierten Kirche ein Orgelkonzert genießen. Fürs leibliche Wohl sorgte Heiko Zierold. In seiner Gulaschkanone dampfte Soljanka und Erbseneintopf mit Bockwurst. Dem Duft konnte sich auch der zweieinhalb Jahre alte Entlebucher Sennenhund Bodil nicht entziehen. Und eine Belohnung hatte sich der treue Gefährte von FDP-Stadtrat Heiko Metzlaff nach sieben Kilometern wahrlich verdient.
© LVZ-Online, 22.04.2012, 18:07 Uhr