Markkleeberg. Noch 14 Tage, dann fällt am Markkleeberger Rathaus der Startschuss für die neunte Sieben-Seen-Wanderung. „Aktuell liegen 2667 Anmeldungen für die 35 Touren vor. Das ist ein Plus von rund 15 Prozent gegenüber dem Stand vom 19. April 2011“, verkündete Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD) gestern Nachmittag in der „Weinbeißerei“ am Markkleeberger See.
Erstmals saß beim traditionellen Pressegespräch nicht Wolfgang Flohr, sondern der Vorsitzende der Sportfreunde Neuseenland, Henrik Wahlstadt, neben ihm. Wie berichtet, hat der Verein, der mit dem Skispringen am Kanupark und dem Cross de Luxe für verrückte Sportveranstaltungen steht, die Organisation der Sieben-Seen-Wanderung übernommen. Als dritten Partner präsentierte Klose den Tourismusverein Leipziger Neuseenland, der seine Kompetenz bei den 17 geführten Touren einbringt.
„Die Sieben-Seen-Wanderung ist eine Herausforderung, für die man in der Tat ein bisschen verrückt sein muss“, gestand Wahlstadt. Bis zu 5000 Wanderer und 700 Helfer werden am ersten Mai-Wochenende unterwegs sein. „Ohne die Ehrenamtler könnten wir das Megaevent gar nicht stemmen“, betonte Wahlstadt. Das neue Dreier-Team setzt auf Bewährtes, hat aber auch jede Menge Ideen mitgebracht. Die größte Veränderung: Die Touren erstrecken sich über das ganze Leipziger Neuseenland. Interessierte können jetzt auch im Norden und in Leipzig auf Entdeckungstour gehen. Damit keiner zu Schaden kommt, werden die Teilnehmer der Sportwanderungen zwischen vier und 104 Kilometern von vier motorisierten Begleitteams betreut. Zudem wird ein Schlussfahrer an den Kontrollpunkten Entwarnung geben. Organisatorisch hat sich auch einiges getan: So wurden die Anmeldemodalitäten im Internet vereinfacht und das Lastschriftverfahren für die Teilnehmergebühr eingeführt.
Apropos Gebühr: Wer sich für eine der geführten Touren entscheidet, muss 2012 einen Obolus berappen, wie die Geschäftsführerin des Tourismusvereins, Sandra Brandt, erklärte. Als Grund nannte sie den je nach Route variierenden Service, angefangen vom Gästeführer bis zum Proviant. Beispielhaft führte sie die Völkerschlachttour an. Auf den 4,5 Kilometern erfahren die Wanderer vom Dorflehrer Schumann Wissenswertes über Uniformen und Waffen anno 1813, sie werden aber auch kulinarisch um 199 Jahre zurückversetzt.
Zurück zu den Wurzeln der Sieben-Seen-Wanderung führt die Tagebautour. Sie zeige sehr eindrucksvoll die Ursprünge des Leipziger Neuseenlandes, so Klose. Unterstützt werden die Veranstalter dabei von der Mibrag. Das Unternehmen hält der Veranstaltung wie die EnviaM die Treue.