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LVZ-Beilage Online

 

Azubis gesucht 2012 - Unternehmen stellen sich vor

In der neuen LVZ-Beilage "Azubi gesucht - Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt 2012" präsentieren Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der Ausbildung.

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Wettervorhersage

 

Wetter für Markkleeberg & Zwenkau

Im Wetter-Special von LVZ-Online finden Sie ab sofort detaillierte meteorologische Vorhersagen für die Woche für Zwenkau, Markkleeberg und Umgebung!
 
 

Fasching

 

Die Narren sind los!

Die besten Kostümfeten in und um Leipzig, die lustigsten Faschingsfotos und aktuelle Narren-News gibts im Faschingsportal.
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Lokalredaktion Markkleeberg


Redakteur
Ulrike Witt

Telefon:  0341 3582370
Telefax:  0341 3582392
E-Mail:    markkleeberg@lvz.de
 

Angebote in der Region

 

Aus- und Weiterbildung

Am 6. Mai erscheint die Beilage "Aus- und Weiterbildung" der Borna-Geithainer Zeitung. Wir stellen vorab unsere Partner in der Region mit ihren Angeboten kurz vor.
 

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Fa. Schröter Fensterbau und Stahlbau
Gardinenkonfektion Gottwald
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Markkleeberg

Spärliche Beteiligung an Sternmarsch zum ehemaligen Cospudener Tagebau

Am 2. April 1990 trafen sich 10.000 Menschen am Rande des Tagebaus Cospuden im Leipziger Südraum. Es war die größte Umwelt-Demo in der untergehenden DDR.   Foto: Thomas Thiel Am 2. April 1990 trafen sich 10.000 Menschen am Rande des Tagebaus Cospuden im Leipziger Südraum. Es war die größte Umwelt-Demo in der untergehenden DDR.
Markkleeberg. Rund 80 Menschen haben sich am Samstag an einem Sternmarsch zum Cospudener See im Leipziger Süden beteiligt. Mit der Aktion wollten die Stadt Markkleeberg und Leipziger Naturschützer an die größte Umwelt-Demo in der untergehenden DDR erinnern. Vor 20 Jahren waren 10.000 Menschen zum Sternmarsch „Stop Copsuden 90“ gekommen, der das Ende des zerstörerischen Braunkohle- Tagebaus mit einläutete. Ralph von Rauchhaupt, Sachgebietsleiter Kultur der Stadt Markkleeberg, nannte die Beteiligung „enttäuschend“. Die Veranstalter hatten zumindest auf mehrere hundert Teilnehmer gehofft. Aus dem Tagebau ist inzwischen ein Badesee geworden.

Der rücksichtslose Braunkohle-Tagebau in der DDR trieb 1989/90 immer mehr Bürger zum Protest. Am 2. April 1990 trafen sich 10.000 Menschen am Rande des Tagebaus Cospuden im Leipziger Südraum. „Die Initiative hatte das Ziel, den Tagebau anzuhalten - und zwar schnellstmöglich“, erzählt Organisator Wolfram Herwig.

Längst sind die meisten Spuren des Tagebaus getilgt. Aus der Kraterlandschaft ist mit Hilfe des Bundes der Cospudener See geworden, „Leipzigs beliebteste Badewanne“. 1990 war davon noch nichts zu erahnen. Der Tagebau hatte sich an die Grenzen der Stadt Markkleeberg herangefressen, Leipzig war nah. „Die Situation war so bedrückend damals“, sagt Sabine Hübert. „Die Luft war so dreckig, meine beiden Kinder hatten ständig Atemwegserkrankungen.“ Mit ihrem Mann nahm sie am Protest teil.

Hübert berichtet, die Verantwortlichen seien den Bürgern mit Arroganz begegnet. Auch Herwig sagt, der Direktor des Braunkohle- Kombinats habe sich einfach über Entscheidungen hinweggesetzt. Erst als ein Bürger klagte und dem Direktor ein Zwangsgeld von 10.000 Mark angedroht wurde, habe er eingelenkt. „Es war alles so ungewiss; man wusste gar nicht, inwieweit Beschlüsse von Gremien überhaupt akzeptiert wurden“, erzählt Herwig.

Die Beteiligung am Sternmarsch „Stop Cospuden 90“ nennt Herwig „beachtlich“, sagt aber auch: „Nicht die Demo hat den Tagebau angehalten.“ Sie war ein Teil des Puzzles, genauso wie eine Unterschriftensammlung. „Wir waren nicht so blauäugig als Bürgerinitiative zu glauben, dass wir den aktiven Tagebau aus dem Stand stoppen können“, sagt der 64-Jährige. Im Oktober 1992 war es dann aber soweit: der letzte Kohlenzug rollte aus dem Tagebau. 1994 begann die Flutung. Und seit 2000 darf im Cospudener See gebadet werden. Die Landschaft südlich von Leipzig mit etlichen weiteren Tagebau-Restlöchern erholt sich.
 
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