Markkleeberg

„Wahnsinn, was sich in Zwenkau alles tut“

Ein Hingucker ist die im Bau befindliche Architektenvilla am Südufer des Zwenkauer Sees. Am Wochenende nutzten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, sich in dem Gebäude, das an eine ägyptische Sphinx erinnern soll, umzuschauen.   Foto: André Kempner Ein Hingucker ist die im Bau befindliche Architektenvilla am Südufer des Zwenkauer Sees. Am Wochenende nutzten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, sich in dem Gebäude, das an eine ägyptische Sphinx erinnern soll, umzuschauen.
Zwenkau. Am Südufer des Zwenkauer Sees wächst ein neuer Stadtteil. Und mit den Häusern das Interesse. Das zeigte sich am Samstag. Die Leipziger Flow.Studio GmbH – Architekturbüro und Bauunternehmen in einem – hatte zum Tag der offenen Baustelle geladen.

„Ich bin erstaunt. Mit so vielen Besuchern haben wir gar nicht gerechnet“, sagte Gastgeber Rafael Pohle. Ganze Familien – vom Baby bis zum Großvater – schauten sich in der Architektenvilla im Seglerbogen um. Das Haus bot dank großer Fensterfronten nicht nur im Dachstudio einen beeindruckenden und unverbaubaren Panoramablick. Ein weiteres Plus: Mit dem Stadtpark verfügt das Objekt im Quartier „Seeblick“ über 30 000 Quadratmeter Grün vor der Terrasse. Das hat wohl auch die Bauherrin überzeugt, die laut Pohle aus der Region stammt und in der Villa mit japanischem Garten und Wasserspielen nicht nur wohnen, sondern auch ein Wellness-Studio betreiben wird.

„Das ist wirklich eines der herausstechenden Objekte“, betonte Benedikt Kahlstadt von der Sächsische Seebad Zwenkau GmbH & Co. KG (SSZ). Das Unternehmen ist Eigentümer der Flächen und Standortentwickler. Rund 30  000 Quadratmeter seien im Baugebiet am Kap, das von der alten Ostsiedlung bis zum verlängerten Pulvermühlenweg reicht, bis dato schon vermarktet, verriet Kahlstadt. Das entspreche etwa 40 Prozent der Flächen. Im „Seeblick“, eines von neun Quartieren am Südufer, seien sogar mehr als die Hälfte der großzügig geschnittenen Grundstücke verkauft. Gespräche mit Bauträgern gebe es derzeit für die mehrgeschossigen „Stadtvillen“ an der Leipziger Straße. Im „Hafenquartier“ geht es ebenfalls voran: „Ungefähr 35  Prozent der Flächen sind veräußert. Drei Vorhaben werden dort dieses Jahr starten“, so Kahlstadt. Noch in Schwung müsse derweil die Vermarktung der „Höfe“ kommen.

„Was kosten denn die Grundstücke?“, wollte Felix Wein wissen. Der Markkleeberger war mit Frau Beate und Sohn Florian in Zwenkau – übrigens nicht zum ersten Mal. „Zwischen 150 und 230  Euro pro Quadratmeter“, so Kahlstadt. Die Architektenvilla gehöre allerdings ganz klar ins hochpreisige Segment. „Sehr pfiffig, was hier gebaut wird. Das wird ein Leuchtturm in der Region. Ein Stadtteil, der sich abhebt. Das gefällt mir“, meinte Felix Wein.

„Wird es ein Hotel oder Ferienwohnungen geben?“, fragte Beate Wein. Zwei Grundstücke am Hafen seien dafür vorbehalten, erläuterte Kahlstadt. Zudem würden touristische Angebote am Nordufer entwickelt. „Wie die konkret aussehen, können wir aber erst in einigen Monaten sagen, wenn der Masterplan von 2005 überarbeitet worden ist.“ Eines stehe aber schon jetzt fest, es werde ein Eldorado für Wassersportler. „Wahnsinn, was sich in Zwenkau alles tut“, sagte Felix Wein beeindruckt.

Kahlstadt nutzte denn auch gleich die Gelegenheit, um für das diesjährige Hafenfest zu werben. „Das findet am 13. Mai erstmals auch auf dem Wasser statt.“ Familie Wein notierte sich den Termin schon mal und versprach: „Wir kommen wieder.“