Markranstädt
Strom aus Sonne und Wind
Kerstin Leppich
Foto: André Kempner
Wirtschaftsminister Sven Morlok, Saena-Geschäftsführer Christian Micksch und Carina Radon (von links) diskutieren mit Mike Schärschmidt.
Markranstädt. Windkraft, Solarstrom und andere regenerative Energien standen am Samstag in Markranstädt im Mittelpunkt. Eröffnet wurde der Tag der erneuerbaren Energien auf dem Marktplatz von Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) gemeinsam mit Bürgermeisterin Carina Radon (CDU). „Bei uns sind erneuerbare Energien nicht nur nach Atomkatastrophen wie dem in Japan ein Thema“, versicherte Radon. Schließlich würden die Bürger aber auch die Kommune die steigenden Energiepreise spüren, sagte die Bürgermeisterin.
Bei strahlendem Sonnenschein und einem leichten Lüftchen war es der perfekte Tag, um auf diese Art der Energiequellen aufmerksam zu machen, fand auch der Minister. Morlok ging in seiner Ansprache aber auch auf die noch zu lösenden Herausforderungen rund um die regenerativen Energien ein. Zu ihnen zählen vor allem der Transport und die Speicherung. Die Lösung: Dezentralität. Deshalb ermutigte er die Besucher auf Eigen- und Vor-Ort-Nutzung regenerativer Energien zu setzen. „Damit helfen Sie uns allen und entlasten ihre Stromrechnung.“
Vor Ort erkundigte sich der Minister bei den anwesenden Firmen über ihr Angebot. So präsentierte der Markranstädter Mike Schärschmidt, wie sich Pelletheizung und Sonnenkollektoren effektiv kombinieren lassen. Die Stadtwerke Leipzig waren mit Elektroautos vor Ort.
Rund um den Marktplatz konnten sich auch die Bürger bei den verschiedenen Firmen über individuelle Lösungen informieren. Grundschulkinder führten ein Theaterstück auf, in dem es ums Energiesparen geht. Und wer Lust hatte, konnte sich bei verschiedenen Touren zeigen lassen, wo in Markranstädt besonders effektiv regenerative Energien genutzt werden. Eine Station war das Unternehmen Dr. Födisch AG, das auch der Minister besuchte. Er zeigte sich von den neuartigen Konzepten begeistert. Schließlich ist die Firma fast energieautark, setzt auf eine Kombination aus Mikrogasturbinen, Hackschnitzelkessel, Wärmespeicher und Photovoltaikanlagen. Letztere sind – ganz innovativ – teilweise drehbar und garantieren eine effiziente Sonnennutzung.
© LVZ-Online, 29.04.2012, 18:11 Uhr