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Taucha

Ancient Trance Festival: „Hohe Erwartungen eingelöst“

Auf der Parkbühne spielen Comedia Musica aus Thüringen. Die Atmosphäre beim ersten Maultrommel- und Weltmusikfestival in Taucha sei wie erhofft gut gewesen, die Zahl der Besucher mit 1500 aber gering, so die Veranstalter.   Foto: Jörg ter Vehn Auf der Parkbühne spielen Comedia Musica aus Thüringen. Die Atmosphäre beim ersten Maultrommel- und Weltmusikfestival in Taucha sei wie erhofft gut gewesen, die Zahl der Besucher mit 1500 aber gering, so die Veranstalter.
Taucha. Friedlich, abwechslungsreich und viel weniger laut, als manche befürchtet hatten: Taucha war am Wochenende beim Ancient Trance Festival Heimat der Weltmusik- und Maultrommelspieler. Viele Tauchaer schauten neugierig vorbei.
„Die Tauchaer sind wie die Inder“, erzählte Helfer Dennis aus Hamburg. Er erholte sich Sonntagvormittag auf dem Rittergutsschloss von den Strapazen des Vorabends und berichtete von vielen erstaunten Blicken und Gesprächen: „Die Inder fragen einen auch immer, wo man herkommt und warum man so ist“, erklärte Dennis. Für ihn sei die Neugierde ein Zeichen von Offenheit.

So bummelten Tauchaer wie Hubert und Brigitte Göbel gestern bei freiem Eintritt aufs Festivalgelände an den Schöppenteichen, ließen sich zum Beispiel von Hersteller Andreas Schlütter aus Zella-Mehlis die Funktion einer Maultrommel erklären. „Ich finde es toll, dass wir hier einfach so teilnehmen können“, schwärmte Brigitte Göbel über die Offenheit auch den Tauchaern gegenüber. Joachim Albrecht sah das ähnlich. „Solange es keinen stört, sollen sie doch machen“, sagte er diplomatisch. Margit Schmidt und Gerhard Bauermeister fanden es „interessant, eine andere Lebenseinstellung kennen zu lernen“. Das Festival sei auf jeden Fall eine Bereicherung für die Stadt. Und nicht einmal so laut, konnten Ute und Michael Leopold beipflichteten, die nahe den Schöppenteichen wohnen. „Es war mal was anderes“, sagten sie. Das bunte Treiben bis in die Nacht habe ihnen zumindest nichts ausgemacht.



Tatsächlich gab es ein permanentes Begängnis zwischen den Schöppenteichen und der Festwiese, wo die meist von weither angereisten Festivalbesucher campten. Der dortige Wohnmobilplatz war ausgebucht, nur für Zelte gab es noch etwas Raum. Selbst im Stadtpark gab‘s ein „green camp“ mit erhöhten Umweltauflagen. Mitarbeiter der Stadt, die am Gelände entlangstreiften, konnten zumindest bis gestern Nachmittag von keinen Klagen berichten.
Auch Festival-Organisator Andi Rietschel war des Lobes voll. „Wir hatten hohe Erwartungen an die Atmosphäre hier in Taucha. Und die sind alle eingelöst worden.“ Es sei alles „wunderbar, friedlich und bunt“ gelaufen, „Taucha war uns ein gutes Zuhause“. Die Zahl der Gäste sei mit insgesamt 1500 allerdings nicht so groß wie erhofft gewesen. „Ob unsere Unkosten reinkommen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen“, sagte er. „Es wird knapp.“ Ob es eine Wiederholung gebe? Rietschel: „Von und aus Ja.“
 
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