Taucha
Computer und Werkstätten
Jan Iven
Foto: Jan Iven
17 Bildschirme hat Benni Rößler im Informatikraum der Mittelschule Tauchen gezählt, der auch von Deutschlehrer Roland Wittig betreut wird.
Tauch. Benni Rößler flitz durch den Informatikraum der Mittelschule Taucha und zählt die Computerbildschirme. „17 sind es“, sagt der Zehnjährige schließlich zufrieden und trägt die Zahl in den Laufzettel der Schul-Rallye ein, die die „MST“ an ihrem Tag der offenen Tür am vergangen Samstagvormittag veranstaltet.
Wie hoch liegt Taucha? Was bedeutet H20? Wann hat die Schulbibliothek geöffnet? In jedem Klassenzimmern wird den Grundschülern, die in Begleitung ihrer Eltern erstmals die Mittelschule besichtigen, eine neue Aufgabe gestellt. Geholfen wird bei Bedarf von den Lehrern. „Schaut mal genau auf der Landkarte nach“, sagt Erdkundelehrerin Carolin Schäfer. Da klebt ein Zettel, der darauf hinweist, dass Taucha 128 Meter über Normal Null, also über dem Meeresspiegel, liegt.
Spielerisch lernen die Kleinen dabei die Fächer und Angebote der Schule kennen, die sie ab dem Sommer möglicherweise zusammen mit rund 450 Mitschülern besuchen werden. Dabei erkunden sie auch die Sporthalle, die Werkstätten und den Speiseraum. Grundschüler Benni ist begeistert von Informatikraum. „Zu Hause mache ich viel am Computer und spiele gerne Autorennspiele“, erzählt er. Doch an der Mittelschule soll mit den Rechnern nicht in erster Linie gespielt werden. „Bei uns lernen die Kinder, wie Präsentationen und Datenbanken erstellt werden“, sagt Lehrer Falk Seidenstücker, der Informatik, Englisch und Geschichte unterrichtet.
Im Raum schräg gegenüber beeindruckt Chemielehrer Wilhelm Zernia die kleinen und großen Besucher mit verschiedenen Experimenten, bei denen es ordentlich knallt und blitzt. „Aber versucht das nicht zu Hause“, ermahnt der Lehrer die Schüler, nachdem eine gewaltige Stichflamme aus dem Wasserglas aufgelodert ist, in das er stark erhitztes Wachs zum Abkühlen gekippt hat.
Schulleiter Andreas Kießling beantwortet an diesem Vormittag in vielen Gesprächen die Fragen der Eltern zur Mittelschule Taucha. „Berufsorientierung und -vorbereitung sind uns besonders wichtig“, so der Schulleiter. „Wir legen sehr viel Wert auf Praxis.“ In den Werkstätten können die Schüler etwa eigene Werkstücke wie Fußbänke oder Bleistifthalter selbst herstellen – von der Konzeption über die Produktion bis hin zur Vermarktung.
© LVZ-Online, 29.01.2012, 19:34 Uhr