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Taucha

Feierstunde voller Dankbarkeit im Geschwister-Scholl-Gymnasium

Taucha. Er ist jedes Jahr aufs neue eine beeindruckende und ergreifende Veranstaltung, der Geschwister-Scholl-Abend im Gymnasium Taucha. In diesem Jahr widmete er sich ganz der Danksagung an den Förderverein. Dieser feiert in diesem Monat sein 15-jähriges Bestehen.

Die Anspannung bei Schülern und Lehrern aber auch bei Eltern und Großeltern im Publikum war am Dienstag bereits vor Beginn zu spüren. Aufgeregt rannten die Gymnasiasten umher, probten ihre Lieder, sprachen letzte Details ab. Dann wurde das Licht gedimmt und sofort war sie da, diese ganz besondere Atmosphäre, die sich jedes Mal zu diesem Anlass über die Aula legt.

 

 

Schulleiterin Kristina Danz freute sich, zahlreiche Gäste begrüßen zu dürfen, etwa von der Bildungsagentur und dem Schulträger das Landkreises Nordsachsen. Auch Bürgermeister Holger Schirmbeck und die Stadträte waren gekommen. Und der Landeselternrat sowie die Elternvertreter und Kooperationspartner, sowie ehemalige Schüler waren anwesend.

Gabriele Heiß, die Vorsitzende des Vereins „Freunde und Förderer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums“, blickte zurück: „Vor 15 Jahren trafen sich 13 Eltern und am Gymnasium interessierte Menschen und gründeten den Verein.“ Ein Verein, der in zwei Schülergenerationen einiges geleistet habe: „Das Schülercafé, die Magistermäntel zur Abifeier, die Schulbibliothek als Langzeitprojekt und die Aufbringung des Eigenanteils zur Einrichtung der Ganztagsangebote sind nur einige Punkte“, zählte Gabriele Heiß auf.

Danach folgte ein buntes und zuweilen amüsantes, aber auch nachdenkliches Programm, mit dem sich die Schüler beim Verein für die geleistete Arbeit bedankten. Der Chor des Gymnasiums, der aus so vielen Mitgliedern besteht, dass sie kaum noch auf die Bühne passen, sang verschiedene Stücke von „Alles muss klein beginnen“ über den Abba-Hit „Thank you for the music“ oder „Neue Brücken“ von der Popgruppe Pur. Schüler der Klasse 7c spielten das unterhaltsame Theaterstück „Ein Schülertraum“, in dem es keine Schule gibt und die Lehrer ihre Schützlinge schmerzlich vermissen. Die Sportakrobatikgruppe zeigte, welch’ große Sprünge man dank der Unterstützung des Fördervereins machen kann und Schüler der Klasse 10c brachten einen Auszug aus ihrem Projekt „20 Jahre friedliche Revolution.“ Für Erheiterung sorgten die Vocal Five, eine A-cappella-Formation von Absolventen der Schule, die im Stil der Comedian Harmonists sangen und Instrumente imitierten.

Spannend und ergreifend wurde es dann zur Verleihung der Geschwister-Scholl-Preise. Die Laudatio sprach Martin Mehner, einer der Gewinner aus dem vergangenen Jahr. Er gehörte, wie 18 ehemalige Mitschüler auch, zur Projektgruppe „Auschwitz mahnt“, die 2009 für ihre Arbeit ausgezeichnet wurden. Insgesamt ein rundum gelungener Abend, der dem Anlass entsprach und ein guter Auftakt für den gestrigen Geschwister-Scholl-Tag war, der sich mit Veranstaltungen, Vorträgen und einer Fahrt nach Buchenwald der NS-Zeit widmete.

Geschwister-Scholl-Preis: die Ausgezeichneten

Wie im vergangenen Jahr bekamen diesmal wieder mehrere Schüler den Geschwister-Scholl-Preis verliehen. Eila-Kristin Kamann zog mit der Badminton-Mannschaft des Gymnasiums ins Bundesfinale ein und war bei „Jugend musiziert“ erfolgreich. Sarah Schötter überzeugt im Schülerrat Kritiker mit guten Argumenten und führte den Rosentag durch. Und Tommy Mannewitz ist ein begabter Tüftler. Für „Jugend forscht“ entwickelte er ein Anschnallüberprüfungssystem für Busse. Außerdem ausgezeichnet wurde Gabriele Heiß als Vorsitzende des Fördervereins für ihre 15-jährige Tätigkeit.

 
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