Taucha
Gedenken: Viele Opfer der
Naziherrschaft auch in Taucha
Jörg ter Vehn
Foto: Jörg ter Vehn
An den Mahnmalen am Kleinen Schöppenteich legen Bürgermeister Holger Schirmbeck (3.v.l.) und andere Kränze nieder und gedenken der Opfer der Naziherrschaft.
Taucha. Zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus erinnerte am Freitag Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) auch an Gräueltaten der Nazis in Taucha: an die rund 5000 Zwangsarbeiter in der Kriegsindustrie, an die Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald in der Stadt, an das Muter-Kind-Lager und an die 20 sowjetischen und polnischen Kinder, die in Kriegsgefangenschaft geboren wurden und starben. In der ganzen Stadt habe es Lager gegeben. „Es kann niemand sagen, er habe es nicht gemerkt oder nicht gewusst“, mahnte Schirmbeck.
Etwa 50 Vertreter der Ratsfraktionen, der Verwaltung, der Schulen, des Jugendparlaments und Bürger gedachten in einer Schweigeminute der Opfer und legten Kränze nieder. Schirmbeck spann den Bogen von der aktuellen Zwickauer Mordserie zu den Anfängen der Naziherrschaft, die ebenfalls mit solchen Morden wie an Matthias Erzberger begonnen habe und forderte auf, stärker Position zu beziehen.
© LVZ-Online, 27.01.2012, 15:56 Uhr