Wurzen. Der Internetauftritt sei das virtuelle Aushängeschild Nummer eins einer Stadt, sagt Stadtmarketing-Koordinatorin Katrin Hussock. „Die Kommune muss mit ihrem Web-Auftritt locken, Nutzer umfänglich informieren, als Gebrauchswert zur Verfügung stehen – für Touristen und Einheimische gleichermaßen.“ Das biete die gegenwärtige Seite nur unzureichend. Sie bleibe weit hinter den Anforderungen moderner kommunaler Web-Seiten zurück, punkte nicht genug für die Stadt, so Hussock.
Die aktuelle Internetseite wird im Rahmen eines Betreuungsvertrages durch Wolfgang Heinrich verwaltet. Dieser Vertrag sieht nur eine geringfügige Aufwandsentschädigung vor, der die geplanten Erneuerungen bei Weitem übersteigen würde. Zudem möchte die Stadt die Inhalte ihrer Website zukünftig selbst redaktionell betreuen, um mehr aktuelle Inhalte zu bieten. Ob das ein künftiger Pressesprecher beziehungsweise Öffentlichkeitsarbeiter machen soll, den die Stadt bisher offiziell nicht hat, ist angedacht. Personelle Entscheidungen sind dazu bis dato aber nicht gefallen. Derzeit arbeitet vor allem Katrin Hussock an dem Projekt. Veranstaltungskoordinator Olaf Stelzer unterstützt die inhaltliche Arbeit, unter anderem durch die Planung eines Veranstaltungskalenders. Die Fachämter liefern Inhalte aus ihren Bereichen zu. Überdies konnte ein Werkstudent aus Leipzig für die Programmierung gewonnen werden.
Im Februar hat es ein erstes Lifting der Internetseite gegeben. Es schlägt sich unter anderem in der farblichen Neugestaltung und der Einführung der Rubrik „Stadtporträt“ nieder. „Die gegenwärtige provisorische Anpassung an das Corporate Design der Stadt besteht nur übergangsweise, denn die neuen Internetseiten werden sich inhaltlich wie optisch vom aktuellen Auftritt unterscheiden“, erklärt Hussock.
Die Umsetzung des neuen Internet-Auftritts soll sich über mehrere Phasen erstrecken. In der so genannten Phase eins werden die neue Struktur, ein neues Design und erweiterte Funktionen umgesetzt. Neue Rubriken, die von Wirtschaft bis Kultur reichen folgen, beziehungsweise werden erheblich erweitert. Beispielsweise soll das Stadtporträt durch einen virtuellen und historischen Stadtrundgang ergänzt werden. Im weiteren Verlauf der Umstrukturierung wird der Bereich „Bürgerservice“ entstehen, der unter anderem Formulare, Informationen zu allen Lebenslagen und wichtige Behördenadressen liefert. In der Rubrik „Wirtschaft“ sollen Firmen innerhalb eines Branchenverzeichnisses ihre eigenen „Web-Visitenkarten“ anlegen können, die von ihnen selbst verwaltet werden.
Auch als attraktiver Lebens- und Wohnort will sich die Stadt auf ihren neuen Internetseiten präsentieren. „Nutzer können dort unter anderem etwas zu Schulen, Kinderbetreuung, Bildungsmöglichkeiten oder Angeboten für Senioren erfahren“, kündigt Katrin Hussock an. Der Internetauftritt soll permanent ergänzt und fortgeschrieben werden.
Den Mitgliedern des Stadtrats-Ausschusses für Umwelt und Wirtschaftsförderung ist die neue Plattform in der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung bereits vorgestellt und mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen worden, sagte Marco Juhr (CDU-Fraktion).