Wurzen
Sonne, Mond und Sterne in Thallwitz
Ingrid Leps
Foto: Andreas Röse
Mitmachen gefragt: Kindermusiktheater Ellen Heimrath in der Grundschule Thallwitz.
Thallwitz. In der Wolfgang-Rosenthal-Grundschule dreht sich in dieser Woche alles um Sonne, Mond und Sterne. Im fächer- und klassenübergreifenden offenen Unterricht wird kindgerecht und altersgemäß das Weltall beleuchtet. Die Jungen und Mädchen stellen mathematische Berechnungen an, lernen Literarisches zum Thema kennen, kreieren im Kunstunterricht Mobiles oder basteln im Werkunterricht Raketen. Auch eine Weltraumkartei entsteht, so dass die größeren Schüler nach dieser Woche bestimmt auf 15 bis 20 Stichwortkarten zurückgreifen können.
Auch ein Besuch in der Sternwarte Eilenburg, so informiert Schulleiterin Andrea Scheler-Kelm, gehört für die 114 Jungen und Mädchen der ersten bis vierten Klassen zum Programm der fünf ereignisreichen Schultage. Entsprechend ihrer Altersgruppen setzen sich die Kinder dabei mit Tag und Nacht oder dem Sonnensystem auseinander. Sie sind vom Weltraum-Thema regelrecht fasziniert, kann Scheler-Kelm feststellen. Der Viertklässler Carl Schober aus Wasewitz rückte am Montag zum Beispiel gleich mit einem Planetensystem an, das er eigenhändig in Styropor gestaltet hatte. Was die einzelnen Klassenstufen in dieser Woche zu Thema „Weltall“ aus der Taufe heben und zusammentragen wird am Freitag in den Klassenzimmern für alle ausgestellt.
Auf ganz andere Art und Weise war gestern spielerisches Lernen angesagt: Das Kindermusiktheater Ellen Heimrath war mit seinem aktuellen Stück „Sonne, Mond und Sterne“ in Thallwitz zu Gast. Die Leipziger Theaterfrau schreibt die Texte für ihre pädagogisch konzipierten Programme selbst, so dass die Schüler auch von der Bühne altersgerecht Wissenswertes über den Platz der Erde im Weltall, über Meteoriten oder die spannende Frage hörten, ob wir im Weltall alleine sind.
Besonders gut, so Scheler-Kelm, komme bei den Kindern an, dass sie in das Theaterstück mit Liedern und Texten auch selbst ein bezogen werden. Die Akteurin regt die Jungen und Mädchen nicht nur zum Nachdenken an, sondern auch zum Mitsingen und dazu, sich mit ihrem Bewegungsdrang in die Aufführung einzubringen.
© LVZ-Online, 17.03.2010, 18:52 Uhr