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Bayerns Jared Homan (M) und Bambergs Julius Jenkins schenken sich nichts. Foto: David Ebener
Frankfurt/Main (dpa) - Emporkömmling FC Bayern München hat dem Branchenprimus Brose Baskets Bamberg in einem packenden Basketball-Krimi die vierte Saisonniederlage zugefügt und ein Achtungszeichen für die bevorstehenden Playoffs gesetzt.
Die Bayern entschieden das Top-Duell des 32. Bundesliga-Spieltages am Sonntag nach zweimaliger Verlängerung mit 107:103 für sich und wurden danach von den 6700 Fans im ausverkauften Audi Dome, unter ihnen auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger, frenetisch gefeiert.
Wie der Titelverteidiger aus Bamberg, der trotz der Pleite mit 56:8 Zählern die Tabellenführung behauptete, patzte auch Verfolger ratiopharm Ulm (50:14) beim 80:84 in Oldenburg. ALBA Berlin (50:14) verbuchte dagegen einen souveränen 91:62-Sieg bei den Tigers Tübingen und ist wieder Zweiter. Auch der Tabellenvierte Artland Dragons (44:20) gab sich beim ebenso deutlichen 101:80 gegen die Phantoms Braunschweig keine Blöße.
«Die Stimmung war einzigartig. Es tut gut, dass wir vor so vielen Fans gegen den Meister bestanden haben. In der Verlängerung musste ich wegen meiner fünf Fouls leider auf der Bank sitzen, aber es war auch von draußen schön anzusehen. Jetzt freuen wir uns auf die Playoffs», sagte Bayern-Spielmacher Steffen Hamann nach dem Happy End im dramatischen Spitzenspiel.
Gut 15 Minuten vor Schluss sah Bamberg bei einer 14-Punkte-Führung (45:59) schon wie der sichere Sieger aus. Doch die von Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann hervorragend eingestellten Bayern kämpften sich wieder heran und glichen 3:41 Minuten vor Schluss zum 72:72 aus.
Es folgte ein offener Schlagabtausch, in dem die Gastgeber dank der Treffsicherheit von Jared Homan (21 Punkte), Chevon Troutman und Jonathan Wallace (beide 20) sowie Je'Kel Foster (19) das bessere Ende für sich hatten. Für Bamberg waren Marcus Slaughter (23) und Julius Jenkins (22) die besten Werfer.
Im Kampf um die Play-Offs verbuchten die Skyliners Frankfurt mit dem 72:52 bei TBB Trier einen wichtigen Erfolg. Die Hessen sind mit 34:30 Zählern Siebter, spüren aber den Atem der punktgleichen Verfolger Phantoms Braunschweig und Telekom Baskets Bonn (je 32:30) im Nacken. Auch Oldenburg (30:34) darf nach dem überraschenden Sieg gegen Ulm weiter hoffen. «Wir müssen konzentriert weiterarbeiten, denn es kann noch viel passieren», forderte daher Frankfurts Sportdirektor Kamil Novak.
Weiter zugespitzt hat sich der Kampf gegen den Abstieg. Der Tabellenvorletzte Phoenix Hagen zog durch ein 94:76 gegen BBC Bayreuth mit den Gießen 46ers (57:68 in Würzburg) und EnBW Ludwigsburg (74:79 in Bremerhaven) gleich. Das Trio weist nun 18:46 Punkte auf. Auch Trier (20:44) muss noch zittern.