Basketball

Bayerns Basketballer leiden an Auswärtsfluch

Dirk Bauermann bringt seine Bayern in fremder Halle nicht auf Touren. Foto: David Ebener   Foto: dpa Dirk Bauermann bringt seine Bayern in fremder Halle nicht auf Touren. Foto: David Ebener

Frankfurt/Main (dpa) - Aufsteiger Bayern München ist der Befreiungsschlag aus der Auswärtskrise auch am 23. Spieltag der Basketball-Bundesliga wieder ausgeblieben. Selbst Cheftrainer Dirk Bauermann konnte bei der 10. Saisonniederlage den Auswärtsfluch nicht bannen.

Der prominente Neuling steht vor einem Rätsel. Der ehemalige Bundestrainer Bauermann ist bei den Bayern vornehmlich als Psychologe gefordert. Die Münchner unterlagen bei den bedenklich heimschwachen Skyliners Frankfurt mit 49:68 und kassierten bereits die 10. Pleite in der Fremde. Es war zudem die höchste Saisonniederlage. Frankfurt feierte dagegen vor 5002 Zuschauern in der ausverkauften Fraport Arena den vierten Erfolg.

«Frankfurt hat heute auf hervorragendem Niveau verteidigt. Unsere Leistung hingegen war nicht akzeptabel. So darf eine Mannschaft, die einen großen Verein vertritt, nicht auftreten», lobte und tadelte Bauermann. «Das Team hat ein Problem mit dem Druck bei Auswärtsspielen. Daran müssen wir arbeiten und eine Lösung finden.» Der Unterschied im Vergleich zum selbstbewussten Auftritt der Bayern in der Olympiahalle wie beim 87:83 zuletzt gegen den Tabellenzweiten Ulm ist zu krass.

«Unser Auftreten hatte keine Ähnlichkeit mit dem Spiel gegen Ulm. Man sieht, dass die Mannschaft ein Problem im Kopf hat, auswärts zu spielen», ergänzte Bauermann und kritisierte das Kollektiv. «Es war eine schlechte Leistung, da spielen ganz viele Dinge eine Rolle. Aber egal welche Gründe man aufführt - so kann man nicht spielen.»

Center Jared Homan war mit einem Double-Double (17 Punkte/11 Rebounds) bester Werfer bei Bayern. Aber die Pleite ließ sich an der Dreier-Quote von nur 14,3 Prozent bei drei von 21 Versuchen festmachen. Bei den Hessen überzeugte Jimmy McKinney mit 18 Punkten und Bankspieler Devin Gibson (11/8).

Im Rennen um die Playoff-Plätze haben die Telekom Baskets Bonn einen wichtigen 90:78 (43:30)-Erfolg gegen EnBW Ludwigsburg gefeiert. Das Team vom Rhein verteidigte Platz sieben mit 24:22 Zählern vor den punktgleichen Bayern aus München. Aufsteiger Baskets Würzburg hatte sich mit 72:54 (32:28) gegen den direkten Konkurrenten New Yorker Phantoms Braunschweig durchgesetzt.