Regionalsport
„Ein Sechser im Lotto“ - Stefan Kretzschmar unterstützt All Star Game in Leipzig
red
Foto: Andreas Döring
Stefan Kretzschmar
Leipzig. Ohne Stefan Kretzschmar wäre das All Star Game kaum nach Leipzig gekommen. Er hat wesentlich dafür gesorgt und für die Stadt geworben, damit die Bundesliga-Stars in der Arena gegen die Nationalmannschaft antreten.
Natürlich hätte sich „Kretzsche“ auch andere Vorzeichen für diese Begegnung gewünscht. Das schlechte Abschneiden der Brand-Männer bei der WM in Schweden hat auch ihn tief getroffen. Doch unabhängig vom enttäuschenden 11. Platz hofft er auf eine gelungene Veranstaltung. „Ich weiß aus meiner aktiven Zeit, dass das All Star Game den Spielern immer Spaß gemacht hat, mir natürlich auch.“ Er bezeichnet die Veranstaltung für Leipzig „als einen Sechser im Lotto“. Das Spiel sei auf jeden Fall ein erheblicher Werbefaktor.
Kretzschmar hat viele alte Bekannte eingeladen, die vor den Handball-Stars ein Promi-Spiel bestreiten (Anwurf 19.15 Uhr). Nicht alle kommen aus der Handball-Szene. Birgit Fischer zum Beispiel hatte mit dieser Sportart relativ wenig zu tun. Was kein Wunder ist, denn die erfolgreichste deutsche Olympionikin gewann ihre acht Gold- und vier Silbermedaillen bekanntlich als Kanutin. „Eigentlich wollte ich es mir auf der Tribüne bequem machen. Jetzt bin ich halt mit auf dem Spielfeld unterwegs. Ich hoffe, die Kondition hält“, sagt sie zu ihrer „Nominierung“. Und zu den Handballern hatte sie schon immer gute Kontakte. „Ich kann mich noch genau an die Party nach dem Olympiasieg 1980 erinnern. Da ging es hoch her“, so die Potsdamerin. Einer der Helden von Moskau wird am Sonnabend ihr Trainer sein: Torhüter-Legende Wieland Schmidt sitzt auf der Bank.
Kretzschmars Einladung sind auch die Berliner Countrypunks The BOSSHOSS gefolgt. Beziehung zum Handball gab es zuletzt in der Schule. „Immerhin gibt uns Kretzsche eine Trainings-Einheit. Man will sich ja auch nicht zum Kasper machen“, beschreibt Alec Völkel den Ehrgeiz. Tim Mälzer hat da Vorteile, er hat als Jugendlicher richtig Handball gespielt. „Ich denke, das ist so wie beim Radfahren, ganz verlernt man die Technik nicht“, so der Star-Koch.
Das Promi-Spiel wird zu Gunsten der Stiftung Deutsche Sporthilfe ausgetragen. „Da bin ich natürlich gerne dabei“, sagt Volker Zerbe, der einstige wurfgewaltige Linkshänder aus Lemgo. „Die Sporthilfe unterstützt viele Sportler. Durch dieses Engagement werden Topleistungen in Deutschland erst möglich.“
© LVZ-Online, 04.02.2011, 18:58 Uhr