Regionalsport
„Habe den Snowboard-Weltmeister hinter mir gelassen“ – Robert Weber im Interview
Interview: Matthias Roth
Foto: Christian Nitsche
"Man of the Match": Robert Weber.
Leipzig. Bei Robert Weber vom SC Magdeburg läuft es derzeit wie geschmiert. In seiner Heimat Vorarlberg wurde er gerade zum Sportler des Jahres gewählt, in der Bundesliga führt er mit 145 Treffer die Toschützenliste an und beim Allstar-Game in Leipzig wurde er zum „Man of the Match“ gekürt. LVZ-Online sprach mit Weber kurz nach dem Spiel.
Wieso sind sie derzeit so erfolgreich?
Ich fühle mich privat in Magdeburg sehr wohl. Für mich ist das sehr wichtig, damit ich den Kopf frei habe. Dann klappt es auch auf dem Spielfeld. Mit dem SCM wollen wir schließlich noch einmal in der Tabelle angreifen.
Ihr Erfolg hat sich auch bis in ihre österreichische Heimat Vorlarlberg herumgesprochen. Sie wurden dort Sportler des Jahres 2010.
Ja, stimmt. Das ist eine große Ehre für mich. Immerhin habe ich als Handballer den Snowboard-Weltmeister Markus Schairer hinter mir gelassen. Und das in einem Wintersportland.
In Deutschland wird über die Zukunft von Bundestrainer Heiner Brand diskutiert, verfolgen Sie die Debatte?
Eigentlich nicht. Das ist mir egal. Die Diskussion geht vorüber und die Mannschaft hatte auch einen großen Umbruch. Unsere WM war auch nicht so toll, wir sind nur 18. geworden. Bei uns war es mir aber vorher schon klar, dass es nicht viel besser wird. Ich konzentriere mich jetzt auf die Qualifikationsspiele zur EM gegen Deutschland, da wollen wir gewinnen.
Sie sind nur wenige Stunden vor dem Allstar-Game in Leipzig angekommen. Wo geht es mit den Teamkollegen jetzt noch hin?
Wir haben nichts geplant. Einige reisen auch gleich wieder ab, ich bleibe eine Nacht im Hotel. Auf die Piste können wir uns nicht stürzen. Nächste Woche habe wir schon wieder Bundesligaspiele. Wir sind doch Vollprofis.
© LVZ-Online, 06.02.2011, 12:20 Uhr