Regionalsport
2011: Promi-Handball: "Ich habe Talent" - Tim Mälzer traut sich in Leipzig aufs Parkett
Thomas Düll
Foto: dpa
Fernsehkoch Tim Mälzer beweist Mut - er tritt beim Promi-Handball-Duell in Leipzig an.
Leipzig. Die Promis zieren sich noch, wenn es um Handball geht. Besonders, wenn jegliche Bewegung des Prominentenspiels am Samstag im Fernsehen zu beobachten sein wird. „Das Problem ist, dass Sport 1 das Spiel live überträgt und einige Angst haben, sich zu blamieren“, vermutete deswegen Stefan Kretzschmar im Vorfeld. Aber einer hält dagegen: Fernsehkoch Tim Mälzer stellt sich der Herausforderung des Spiels, das zwischen Allstar Game und dem Champions-League-Spiel des HCL gegen Larvik HK in der Arena Leipzig stattfinden wird. Ganz unbedarft ist er nicht.
„Ich war früher ganz gut“, erhöht der Starkoch die Messlatte, die in Kürze an ihn angelegt wird. „Also, bis zur B-Jugend auf jeden Fall.“ Doch die lange Trainingsabstinenz hat dem Selbstvertrauen wohl nicht geschadet. Vorbereitet habe er sich nicht auf die Herausforderung am Samstag. „Entweder man hat Talent oder nicht. Ich habe es.“
Fragen, die sich auch den restlichen Prominenten stellen. Neben Mälzer und Kretzschmar haben sich der frühere Hochspringer Carlo Thränhardt und die einstigen Profis Volker Zerbe und Andreas Thiel angekündigt.
Wenn man unzählige Köche in der Großküche dirigieren kann, stundenlange körperliche Anstrengung aushält und gleichzeitig geistig hochkonzentriert bleibt – dann sind zwei Mal 20 Minuten Handball bloß eine Aufwärmübung.
Auf seine Fitness kann Mälzer sich dann doch nicht verlassen. „Der Gegner wird voraussichtlich von dem einen oder anderen Sprint überrascht werden“, kündigt der 40-Jährige an. „Aber Kretsche hat mir versprochen, ich werde behandelt wie ein Profi. Also medizinisch.“ Das wird bei einem leicht schmerzenden Knie vielleicht sogar nötig sein.
Mälzer kann hoffen, er ist in Kretzschmars Team. Der hat sich in Schweden während der WM fit gemacht; doch der „Hexer“ wartet schon auf sie. Ex-Profi-Handballer Thiel wird das gegnerische Tor hüten. „Ich benutze Hustensaft als Dopingmittel“, scherzt Mälzer. „Ich hoffe, es gibt keine Kontrollen.“
Ob er seine Lunge schonen wird, indem er sich wegen geschickt platzierter Fouls zwei Minuten ausruhen darf? „Wenn es taktisch nicht notwendig ist, bin ich fair“, verspricht Mälzer. „Aber wenn die Jungs die Klappe zu weit aufreißen…“
© LVZ-Online, 04.02.2011, 18:13 Uhr