Regionalsport
René Wagner verlässt den SC DHfK Leipzig - Rückraumspieler gesucht
Norbert Töpfer
Foto: Christian Nitsche
René Wagner vom SC DHfK Leipzig im Spiel gegen den VfL Bad Schwartau
Leipzig. Am Dienstagabend saßen die Verantwortlichen von Handball-Drittligist SG LVB
Leipzig zusammen. Doch bereits vorher erfuhr die LVZ, dass sich der
Tabellenneunte mit zwei klasse Zugängen verstärkt. Allrounder René
Wagner (31) vom SC DHfK ist genauso zweitligaerfahren wie
Rückraumspieler Carlo Wittig (23), der nach vier Jahren in Aue
zurückkehrt. Auch über DHfK-Mann Martin Müller (21) hieß es, er würde
sich dem Team von Coach Jens Große anschließen.
Doch das bestätigte DHfK-Manager Maik Gottas am Dienstag nicht. "Martin
Müller bleibt in unserem Team. Er nutzt im Augenblick sein
Zweitspielrecht bei Viertligist Köthen. Ob er dann vielleicht für LVB
aufläuft, darüber müssen wir reden. Das hängt auch von der
Zusammenstellung der neuen Teams ab." Wagners Wechsel zum Ortsnachbarn
sei logisch. "Der Vertrag mit René wird nicht verlängert, er ist sich
wohl mit LVB handelseinig. Das liegt doch im Interesse aller
Beteiligten. Er hat seine Familie hier und würde die nächsten
sportlichen Schritte beim SC DHfK nicht bewältigen können. Da ist es
doch für ihn günstig, in der Umgebung zu bleiben", sagt Gottas.
Er informierte, dass der SC DHfK neben den bereits feststehenden
Zugängen Rico Göde, Gabor Pulay und Alexander Feld noch einen Mann für
den linken Rückraum braucht. Ein Thema für diese Position ist der
Magdeburger Philipp Weber. "Wir möchten ihn zunächst für ein Jahr
verpflichten, er will das auch und die Verantwortlichen werden uns bis
Ende des Monates ihre Entscheidung mitteilen", informiert Gottas. Der
20-Jährige besitzt seit Jahresanfang das Zweitspielrecht die Leipziger,
lief aber noch nie auf, weil er aufgrund der Personalprobleme des SCM
in der ersten Bundesliga zu vielen Kurzeinsätzen kam.
Carlo Wittig hat mit den Auern nach souveränem Durchmarsch in Liga drei
den Sprung in die zweithöchste Klasse perfekt gemacht, wechselt dennoch
zur SG LVB. "Es gibt mehrere Gründe. Leipzig als Stadt ist natürlich
gegenüber Aue sehr verlockend. Aber es geht vor allem um meine
Ausbildung. Bei dem enormen Aufwand in der starken eingleisigen Liga
könnte es schwierig für mich werden, mein Studium erfolgreich
fortzusetzen. Ich freue mich auf LVB", sagte der wurfstarke Akteur.
© LVZ-Online, 18.04.2012, 14:25 Uhr