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Olympiasieger Felix Loch holt erstes Gold für deutsche Rodler bei Heim-WM in Altenberg
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Felix Loch gewinnt in Altenberg den WM-Titel. Foto Tobias Hase
Altenberg. Olympiasieger Felix Loch hat seine fantastische Saison gekrönt und bei der Heim-WM den ersten Titel für die deutschen Rodler eingefahren. Der 22-Jährige war am Samstag in Altenberg einmal mehr nicht zu schlagen und sicherte sich souverän sein drittes WM-Gold nach 2008 und 2009. Hinter Loch landeten der Russe Albert Demtschenko und der entthronte italienische Titelverteidiger Armin Zöggeler auf den weiteren Podestplätzen. Die Thüringer Johannes Ludwig als Vierter und Andi Langenhan als Fünfter verpassten knapp die Medaillen.
Wie im Weltcup, wo Loch nach fünf Erfolgen in sieben Rennen den ersten Gesamtsieg für einen deutschen Rodler seit Georg Hackl vor 22 Jahren im Visier hat, war der Berchtesgadener auch beim Saisonhöhepunkt eine Klasse für sich. Im ersten Lauf schockte der mit Startnummer eins angetretene Vancouver-Olympiasieger die gesamte Konkurrenz mit einem fulminanten Bahnrekord. Im zweiten Durchgang ließ Loch nichts mehr anbrennen und fuhr einen souveränen Sieg ein.
Dagegen erfüllten sich die Medaillenhoffnungen der anderen deutschen Männer nicht. Ludwig glänzte zwar wie gewohnt am Start, musste sich am Ende aber mit dem vierten Rang begnügen. Noch hinter Langenhan kam der im ersten Lauf enttäuschende zweimalige Weltmeister David Möller nur auf den sechsten Platz.
Silber für Doppelsitzer aus Thüringen
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Toni Eggert (l) und Sascha Benecken freuen sich über WM-Silber im Doppelsitzer. Foto: Thomas Eisenhuth
Die Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken hatten die deutschen Rodler bei der Heim-WM in Altenberg am Freitag vor einem Fehlstart bewahrt. Das junge Duo aus Thüringen fuhr zu Silber und feierte damit seinen bislang größten Erfolg. Einmal mehr nicht zu schlagen waren die österreichischen Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger, die ihren dritten WM-Sieg perfekt machten. Dritte wurden die Österreicher Peter Penz und Georg Fischler.
Die Weltcup-Gesamtsieger Tobias Wendl und Tobias Arlt fielen nach Platz zwei im ersten Lauf noch auf den vierten Rang zurück und müssen weiter auf ihre zweite WM-Medaille nach Silber 2008 warten. „Das ist schon enttäuschend, auf der Heimbahn eine Medaille zu verpassen. Aber das ist Rennsport“, sagte Wendl.
„Wir sind total erwartungsfrei hierher gefahren“, sagte Steuermann Eggert nach dem zweiten Platz. „Und jetzt freuen wir uns umso mehr.“ Eine Klasse für sich waren die Titelverteidiger Linger/Linger, die ihren dritten WM-Coup mit Bahnrekord unter Dach und Fach brachten. „Die waren ein sauhartes Brot heute“, zollte Benecken den Österreichern Lob. „Es ist keine Schande, wenn man sich an denen die Zähne ausbeißt.“
© LVZ-Online, 11.02.2012, 13:22 Uhr