Regionalsport
SC DHfK verpflichtet zwei Profis aus Delitzsch – Hermsdorf will auf Relegation verzichten
Matthias Roth
Foto: Christian Nitsche
Juan Pablo Fernandez will mit dem SC DHfK in die dritte Liga.
Leipzig. Derzeit läuft alles für die Handballer des SC DHfK. Der Staffelfavorit führt die Oberliga Sachsen mit 40:0 Punkten makellos an. Jetzt ist den Leipzigern der erste Transfercoup für die neue Saison gelungen. Mit Philipp Seitle und Eric Jacob laufen künftig zwei zweitligaerfahrene Spieler von Concordia Delitzsch für die Grün-Weißen auf. Der Verein gab am Donnerstag offiziell die Verpflichtung der beiden Akteure bekannt. Sie erhalten beide einen Zweijahresvertrag.
„Wir wollten den Kader für die anvisierte dritte Liga aufrüsten und haben mit Phil und Eric zwei junge und trotzdem schon sehr erfahrene Spieler gewinnen können. Uns war es wichtig, das Team mit Sportlern aus der Region zu verstärken und die beiden wohnen derzeit schon in Leipzig“, sagte DHfK-Manager Maik Gottas.
Seitle, der bereits beim ThSV Eisenach und dem SC Magdeburg im Nachwuchs spielte, ist vom Umfeld in Leipzig begeistert. „Das Projekt des SC DHfK, mittelfristig Bundesligahandball in Leipzig etablieren zu wollen, hat mich überzeugt“, so der 24-Jährige.
Eric Jacob stand bereits vor zwei Jahren in Verhandlungen mit dem SC DHfK und freut sich nun über seinen Kontrakt.
“Ich möchte etwas Großartiges mit aufbauen. Diese Herausforderung ist sicher kein Rückschritt, denn ich will dahin, wo ich schon war und das ist die zweite Bundesliga“, erklärte der 22-jährige Student.
Bevor es aber soweit ist, muss der Tabellenführer am kommenden Sonnabend beim LHV Hoyerswerda antreten. Das Team des früheren DDR-Oberligaspielers Matthias Allonge befindet sich zwar im Umbruch, hat aber in heimischer Halle diese Saison erst zwei Spiele gegen den HC Elbflorenz und die HSG Freiberg verloren. In der Ernst-Grube-Halle hatten die Lausitzer beim Hinspiel mit 27:22 das Nachsehen. Am 21. März empfängt dann der SC DHfK den HC Elbflorenz. Wenn sie diese Partien gewinnen, ist den Messestädtern der Meistertitel noch nur theoretisch zu nehmen.
Ein Gegner im Kampf um den Aufstieg in die neue dritte Liga hat sich wahrscheinlich schon jetzt verabschiedet. Der Tabellenführer in der Oberliga Thüringen, der SV Hermsdorf, will aus finanziellen Gründen nicht an der Relegation mit den Titelträgern aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen teilnehmen. „Das ist allein eine Kostenfragen“, sagte Ralf Johnke, stellvetretender Leiter der Handballabteilung des Vereins.
Beim Verband haben die Ostthüringer ihren Verzicht zwar schon angekündigt, aber noch nicht eingereicht. Karsten Günther, Geschäftsführer der SC DHfK Handball GmbH, glaubt deshalb erst an den Rückzug, wenn er schriftlich bei den Offiziellen vorliegt. Eine Überraschung ist auf jeden Fall ausgeschlossen. Der Thüringer Vizemeister wird nicht nachrücken. „Das haben die Spielleiter vor der Saison ausgeschlossen“, sagte Hans-Werner Kasobke vom Handballverband in Thüringen.
Unklar ist, wann die Leipziger gegen den Meister aus Sachsen-Anhalt, nach jetzigem Stand der SV Oebisfelde, antreten müssen und wer zu erst Heimrecht hat. Eine Entscheidung darüber soll in der kommenden Woche fallen, wenn sich Vertreter der drei mitteldeutschen Verbände in Leipzig treffen.
© LVZ-Online, 11.03.2010, 15:03 Uhr