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HC Leipzig verpasst nach desolater Leistung das Finale der Deutschen Meisterschaft
aku
Foto: Sebastian Brauner
Traum geplatzt: Der HCL verpasst den Einzug ins Finale der Deutschen Meisterschaft.
Buxtehude/Leipzig. Die Handballerinnen des HC Leipzig haben überraschend den Einzug ins Finale der Deutschen Meisterschaft verpasst. Die Messestädterinnen büßten im Halbfinal-Rückspiel beim Buxtehuder SV einen sicher geglaubten Acht-Tore-Vorsprung aus dem 31:23-Hinspielerfolg ein und unterlagen nach einer desolaten Leistung mit 19:27 (7:15). Auf Grund der weniger auswärts geworfenen Tore platzte der Traum von einem Titelgewinn.
"Ich bin sprachlos. Mir fehlen die Worte, für das, was meine Mädels abgerufen haben", zeigte sich Trainer Stefan Madsen mehr als enttäuscht. "Wir haben in der ersten Halbzeit zu keiner Phase ins Spiel gefunden. Wir sind dem Ball und dem Gegner zu jeder Zeit hinterhergelaufen und haben somit den Finaleinzug nicht verdient."
Bis zum 2:2 (5.) gelang es der Mannschaft von Trainer Stefan Madsen die Partie ausgeglichen zu gestalten. Im weiteren Spielverlauf verloren die Leipziger jedoch völlig den Faden. Der HCL schaffte es nicht, gegen den kompakt in der Abwehr stehenden BSV zum Torerfolg zu kommen. Immer wieder scheiterten die Spielerinnen an Torhüterin Jana Krause. Ganze zehn Minuten blieb der HCL dementsprechend ohne Treffer. Auch in der eigenen Defensive offenbarte der HCL massive Probleme.
Die Schwächephase nutzte Buxtehude und setzte sich vorwiegend über Konter und Rückraumtore auf 9:2 (15.) ab. In der Folge erhöhte der Gastgeber den Vorsprung, so dass mit dem 16:7 in der 31. Minute erstmals das Polster für den HCL von acht Toren aufgebraucht war.
Zwar kämpfte sich Leipzig ab der 50. Minute nochmals heran, hatte sogar im letzten Angriff nochmals die Möglichkeit in der letzten Sekunde doch noch die Wende herbeizuführen. Allerdings vergab die Mannschaft die Chance und schoss den Ball direkt in die Hände der gegnerischen Torhüterin.
Damit kommt es kommende Woche zu einer Neuauflage des Vorjahrfinales zwischen dem BSV und Titelverteidiger Thüringer HC, der sich im zweiten Halbfinale gegen Bayer Leverkusen durchsetzte.
Buxtehude: Krause; Bülau 3, Lütz 1, Lamein 4, Langkeit 6, Oldenburg 2, Techert 4, Melbeck 7/4.
HCL: Schülke, Plöger; Visser 2, Lyksborg, Augsburg 3, Müller 2, Schulze, Kudlacz 1, Rösler, Lang 1, Hubinger 4, Ommundsen 6/3.
Zuschauer: 1600
Siebenmeter: 5/4:5/3
Strafmin.: 8:6.
© LVZ-Online, 05.05.2012, 21:14 Uhr